SWISS verstärkt Position in der Westschweiz

12. November 2012

Swiss International Air Lines sieht am Standort Genf nachhaltige Neuerungen in der Organisation und der Marktbearbeitung vor. Ziel ist es, die Kunden ab Genf noch marktgerechter und flexibler bedienen zu können und das Angebot optimal an die lokalen Bedürfnisse anzupassen. Geplant ist dafür auch der Aufbau einer Genfer Operations-Basis mit eigener Crew und Management Organisation.

SWISS möchte mit dem Aufbau einer neuen Organisation und einem flexibleren Angebot den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden aus der Westschweiz noch besser nachkommen. „Wir wollen damit unser klares Bekenntnis zum Standort Genf weiter verstärken“, sagt SWISS CEO Harry Hohmeister, „der 2006 beschrittene Weg des konsequenten Wachstums tritt nun in eine neue Phase“.

Dafür soll eine eigene Crew-Basis in Genf aufgebaut werden, die rund 160 Cabin Crew Mitglieder und 90 Piloten umfassen wird. „Mit lokalen Crews, welche als Muttersprache Französisch sprechen und in der Region verankert sind, können wir die Kundenbedürfnisse in der Romandie besser bedienen. Zudem wird eine effizientere Operation am Standort Genf möglich, da wir vor Ort flexibler operieren können“, sagt der verantwortliche Chief Operating Officer Rainer Hiltebrand. SWISS geht davon aus, dass bestehende Westschweizer Crew-Mitglieder Interesse an einer Stationierung vor Ort haben, dann sollen aber auch neue Mitarbeitende aus der Romandie eingestellt werden.

Neues Management-Team für GenfGleichzeitig stärkt SWISS die individuelle Steuerung und Ausrichtung in Genf mit dem Aufbau eines unabhängigen Führungsteams am Flughafen in Genf. Dieses entscheidet im Wesentlichen über das Angebot und die Marktbearbeitung vor Ort. „Die stärkere Autonomie des Managements in Genf dient dazu, den Markt noch gezielter zu bedienen und rasch auf Veränderungen einzugehen“, sagt CEO Harry Hohmeister.

Massgeschneiderte Angebote für Kunden ab GenfDabei soll die Ausrichtung auf lokale Kundenbedürfnisse im Vordergrund stehen, einerseits durch flexiblere und verstärkte Verkaufs- und Vertriebsaktivitäten, aber insbesondere auch beim Produkt, bei den Dienstleistungen an Bord und am Boden. Mit zusätzlichen Angeboten („value added offers“), die auf den Westschweizer Markt zugeschnitten sind, wird SWISS künftig die Service-Palette für ihre Flüge ab Genf gezielt ausbauen. So etwa mit dem Ende August lancierten „one way fare“ Angebot oder mit neuen Kundenservices wie dem Gepäck-Abholdienst. Die Aktivitäten auf den Online-Vertriebskanälen sollen noch verstärkt und entsprechend lokaler Nachfrage gesteuert werden. An Bord sollen unter anderem mehr Produkte und Spezialitäten aus der Region serviert werden.

„Nach der erfolgreichen Entwicklung und dem Ausbau in den vergangenen Jahren möchten wir den Westschweizer Kunden ein massgeschneidertes Produkt bieten“, erklärt CEO Harry Hohmeister.

SWISS bleibt SWISSDabei weicht SWISS nicht von der Strategie als Qualitäts-Carrier ab und hält auch künftig an einem hochwertigen „all inclusive“ Angebot fest. „Wir lancieren auch keine Preisschlachten, sondern werden mit einer breiteren Palette je nach Kundenanspruch das bestmögliche Preis-Leistungs-Verhältnis bieten“, sagt Harry Hohmeister.

Beim Destinations-Portfolio wird SWISS künftig ebenfalls Flexibilität gewinnen und vermehrt saisonale Angebote einführen. Erste Anpassungen werden im Sommerflugplan 2013 eingeführt.

So werden Frequenzen nach gewissen Destinationen verringert, wie zum Beispiel einer von zwei täglichen Flügen nach Athen gestrichen. Dafür werden Frequenzen an Destinationen wie Malaga oder Palma de Mallorca erhöht, sowie die Ferien-Destinationen Olbia und Catania neu in den Flugplan aufgenommen.

Eigene Flotte für den Standort GenfAusserdem soll eine spezifische Flotte für Genf eingeführt werden. Mit der Einflottung der neu entwickelten Bombardier CSeries bei SWISS ab 2014 wird Genf sukzessive mit den Fliegern der neusten Generation bedient. Die Modelle der CSeries sind mit Triebwerken ausgestattet, die über zwanzig Prozent weniger Treibstoff verbrauchen und eine Halbierung des Lärms bewirken.

Die neue Aufstellung am Standort Genf stellt einen Effizienz-Treiber für das gesamte Unternehmen dar. „Das Massnahmenpaket ist ein wichtiger Schritt in der Umstrukturierung unseres Europaverkehrs, der sich durch höhere Produktivität und eine konsequente Marktausrichtung auch wesentlich auf die Erlös- wie Kostenseite auswirken wird“, ergänzt Hohmeister.