Ökologische Verantwortung

Für die Umwelt von morgen

Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt ist Teil unserer Unternehmenskultur. Wir setzen uns für ein nachhaltiges Handeln gegenüber der Umwelt und den nächsten Generationen ein.

Schadstoffe durch Kerosinverbrennung

Die Flugzeuge in der Zivilluftfahrt werden heute vollständig von Kerosin angetrieben. Wenn diese Energiequelle verbrennt, wird sie zu Kohlendioxid (CO2). Aus einer Tonne Kerosin entstehen 3,15 Tonnen CO2, aber auch Wasserdampf und Stickoxide. Diese Gase verändern das Klima, Stickoxide beeinflussen zudem die Luftqualität in Bodennähe.

Treibhausgase und Schadstoffe, die beim Verbrennen von Kerosin entstehen.
Treibhausgase und Schadstoffe, die beim Verbrennen von Kerosin entstehen.

Schnellablass von Treibstoff

Treibstoff wird nur dann in grossen Mengen abgelassen, wenn ein Flugzeug kurz nach dem Start notfallmässig landen und deshalb sein Gewicht drastisch reduzieren muss. Dieser Schnellablass muss ein- bis dreimal pro Jahr ausgelöst werden, was in der SWISS Flotte nur beim Airbus A340 möglich ist.

Lärmemissionen

Aus technischer Sicht entsteht der Fluglärm in den Triebwerken. Hier treffen heisse und kalte Luft mit hoher Geschwindigkeit aufeinander. Im Innern des Triebwerks sorgen mechanische Prozesse für zusätzlichen Lärm. Die Aerodynamik sorgt für das typische Rauschen, das entsteht, wenn Luft über unebene Stellen am Flugzeug fliesst.

Untersuchungen zeigen, dass Menschen Lärm heute anders wahrnehmen als früher. Die Toleranz ist kontinuierlich gesunken, man fühlt sich schneller gestört. Ein und derselbe Schallpegel löst bei verschiedenen Menschen individuelle Reaktionen aus. Beeinflusst werden diese von Sichtbarkeit und Grösse der Maschine, von der Tageszeit sowie von individuellen Befindlichkeiten und der generellen Einstellung gegenüber dem Luftverkehr.

Ziele

SWISS nimmt ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt wahr und orientiert sich an den Zielen des Internationalen Zivilluftfahrtverbands IATA. Diese sehen konkret wie folgt aus:

  • Bis 2020: Treibstoff-Effizienz jährlich um 1,5 % verbessern
  • Ab 2020: Luftfahrt soll generell nur noch CO2-neutral wachsen
  • Bis 2050: CO2-Emissionen gegenüber 2005 halbieren

Massnahmen

Um ihre Ziele zu erreichen, setzt SWISS bei ihrer Umweltstrategie auf diese vier Säulen:

Technologischer Fortschritt

Neue Flugzeugtypen stossen weniger CO2 aus. Deshalb musste die alte Airbus A330-200 Flotte neuen A330-300 Modellen weichen. Damit sinkt der Kerosinverbrauch pro 100 Passagierkilometer um 13 %. Ab 2015 ersetzt SWISS ihre Europaflotte (Avro RJ) durch Flugzeuge des Typs CSeries von Bombardier. Die Maschinen sind wegen ihrer fortschrittlichen Technologie um 25 % effizienter als ihre Vorgänger.

SWISS unterstützt die Forschung nach alternativen Treibstoffen und ist aktives Mitglied im Roundtable on Sustainable Biomaterials (RSB) der École Polytechnique Fédérale de Lausanne. Ziel des RSB ist es, einen Nachhaltigkeitsstandard für alternative Treibstoffe zu entwickeln.

Operationelle Massnahmen

Je effizienter Flugprozesse sind, desto weniger belasten sie die Umwelt. Zum Beispiel kann man mit einem leistungsfähigen Flugmanagementsystem Höhenwinde besser nutzen. Eine systematisch beladene Maschine sorgt für optimale Aerodynamik. Und wenn es die Situation erlaubt, schalten die SWISS Piloten nach der Landung mit dem Airbus A340 zwei Triebwerke aus, um mit den verbleibenden zwei zum Standplatz zu rollen. Mehr Informationen finden Sie in der Lufthansa Balance.

Effiziente Infrastrukturen

Airlines, die den Luftraum, Flughäfen und die Flugsicherung optimal nutzen, reduzieren ihren CO2-Ausstoss massiv. Leider sind Luftstrassen nur selten effizient angelegt, da jedes Land seinen Luftraum individuell reguliert. Die Europäische Kommission will hier einschreiten. Mit dem Projekt «Single European Sky» liessen sich jährlich bis zu 10 Millionen Tonnen CO2 einsparen – damit fliegt die gesamte SWISS Flotte drei Jahre lang. SWISS ist auf technischer Ebene an dem Projekt beteiligt und hat gemeinsam mit Skyguide und dem Flughafen Zürich das Pilotprojekt „Greener Wave‟ implementiert.

Wirtschaftliche Instrumente

SWISS setzt sich für ein globales und faires Emissionshandelssystem im Luftverkehr ein. Dieses System belohnt aktiven Umweltschutz und gewährleistet weltweit einen fairen Wettbewerb. Zudem hat jeder SWISS Passagier die Möglichkeit, die von ihm verursachten CO2-Emissionen über „myclimate‟ zu kompensieren.

CO2-Emissionen und Kerosinverbrauch

SWISS hat ihre spezifischen CO2-Emissionen seit 2002 drastisch reduziert. Konkret sind es heute pro 100 Passagierkilometer ganze 19 % weniger. Um dieses Ziel zu erreichen, hat SWISS Milliarden in neue Flugzeugtypen investiert, auf leichtere Materialien gesetzt, Flugprozesse verbessert und ihre Flüge besser ausgelastet.

Lärmemissionen

In der Luftfahrt wird die Lärmbelastung am Boden mit dem sogenannten Lärmteppich dargestellt. Dabei wird diejenige Fläche ausgewiesen, in welcher die festgelegten Grenzwerte überschritten sind. In den letzten 25 Jahren ist die stark betroffene Fläche rund um den Flughafen Zürich um zwei Drittel geschrumpft, obwohl sich die Flugbewegungen fast verdoppelt haben. Neue, sehr viel leisere Flugzeuge haben die Zahl der Lärmbetroffenen drastisch reduziert.

Entwicklung Tageslärmteppich
Entwicklung Tageslärmteppich seit 1967