Immer weniger Lärm   

Flugzeuge werden immer leiser. Heutige Maschinen sind nur noch halb so laut wie vor zehn Jahren. Das Advisory Council for Aeronautical Research (ACARE) hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2010 eine nochmalige Lärmreduktion von 50 Prozent für alle Flugzeuge zu erreichen. Allerdings steht diese Verminderung oft im Konflikt mit Anstrengungen zur Senkung des Kerosinverbrauchs und damit der Klimabelastung. Ein Beispiel: Der A380 ist mit modernsten Technologien zur Lärmreduktion ausgerüstet, die jedoch das Gewicht erhöhen. Deshalb verbraucht der A380 mehr Kerosin als das gleiche Flugzeug ohne Lärmminderungsmassnahmen benötigen würde.

SWISS erfüllt die strengsten Grenzwerte
Die ICAO (International Civil Aviation Organisation) legt Grenzwerte für die Lärmemissionen von Flugzeugen fest. Sie definieren, wie viel Lärm ein Flugzeug maximal verursachen darf. Seit dem 1.1.2006 gelten die strengen, so genannten Kapitel-4-Grenzwerte (Chapter 4 Standard). Nach diesem Standard zertifizierte Flugzeuge sind 10 Dezibel leiser als Maschinen, die den früheren Standard erfüllen. Eine Geräuschreduktion um 10 Dezibel empfindet das menschliche Ohr als Halbierung des Lärms.

Die gesamte SWISS Flotte erfüllt bereits heute die strengen Kapitel-4-Grenzwerte der ICAO – je nach Flugzeugtyp sind sie um 11 bis über 20 Prozent unterschritten.

Lärmbelastung nimmt ab
Obwohl die Flugbewegungen am Flughafen Zürich in den letzten 20 Jahren um fast 50 Prozent zugenommen haben, hat die stark von Lärm betroffene Fläche rund um den Flughafen um zwei Drittel abgenommen – eine Folge davon, dass die Flugzeuge immer weniger Lärm verursachen. Wie gross die Lärmbelastung rund um den Flughafen ist, misst die EMPA im Auftrag des Flughafens Zürich laufend.

Trotzdem erhöhten sich in gewissen Regionen die Lärmemissionen durch den Flugverkehr. Die 2003 von Deutschland verfügte Einschränkung des Anflugverkehrs aus Norden führte zu einer Mehrbelastung grosser Gebiete mitTausenden von Einwohnern im Süden und Osten des Flughafens. Das im Norden entlastete Gebiet hingegen ist relativ dünn besiedelt. Denn seit der Betriebsaufnahme des Flughafens vor mehr als 50 Jahren erfolgten die Landungen in der Regel aus Norden.