Während Europa in anderen Bereichen zusammenrückt, ist die Flugkontrolle noch immer stark segmentiert. Jeder Staat überwacht seinen Luftraum selbst: Im rund 10.5 Millionen Quadratkilometer grossen Luftraum in Europa sind 47 Flugmanagementgesellschaften und 22 Kontrollzentren aktiv. Ganz anders in den USA: Dort überwacht den ähnlich grossen Luftraum (9.8 Millionen Quadratkilometer) nur eine Flugmanagementgesellschaft und ein Kontrollzentrum. Im Vergleich zu den USA sind die Kosten der europäischen Flugsicherung 75 Prozent höher und deren Leistung 45 Prozent tiefer.
Im Vergleich zum amerikanischen Luftraum ist der europäische stark segmentiert. Dies steigert nicht nur die Kosten, sondern führt auch zu höheren Emissionen.
Das grösste Klimaschutzprojekt
Die einheitliche Überwachung des europäischen Luftraums ist das grösste Klimaschutzprojekt der Luftfahrt in Europa. Damit liessen sich jährlich bis zu 10 Mio. Tonnen CO2 einsparen, das ist fast dreimal soviel CO2, wie die gesamte SWISS Flotte in einem Jahr ausstösst. Die Instrumente stehen seit Langem bereit. SWISS setzt sich für die Umsetzung des Projektes ein, doch liegt dies nicht im Entscheidungsbereich der Airlines. Hier ist die Politik gefragt!
Immerhin haben die zivilen und militärischen Luftfahrtbehörden der Schweiz zusammen mit Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden einen ersten, Erfolg versprechenden Schritt gemacht. Sie unterzeichneten im November 2008 ein Abkommen, das die Schaffung eines gemeinsamen funktionalen Luftraumblockes FABEC (Functional Airspace Block Europe Central) vorsieht.
Problematische Beschränkungen abbauen
Die geltenden Einschränkungen beim Anflug auf den Flughafen Zürich über Süddeutschem Gebiet bleiben nicht ohne Folgen für die Umwelt: Die Änderung der Anflugroute verursacht eine Zunahme des Kerosinverbrauchs um rund 200 Kilogramm pro Anflug – dies ergibt für SWISS einen Mehrverbrauch an Kerosin von rund 3000 Tonnen und zusätzlichen CO2-Emissionen von 9200 Tonnen pro Jahr. Zudem stossen die Flugzeuge rund 47 Tonnen mehr NOx aus. SWISS setzt sich deshalb für optimale Betriebsbedingungen des Flughafens Zürich ein.