Lufthansa, SWISS und Singapore Airlines schliessen umfassende Partnerschaft samt Joint Venture auf wichtigen Strecken

Partnerschaft beinhaltet zahlreiche Kundenvorteile, Codesharing-Verbindungen, Flugplanabstimmung und gemeinsame Tarifangebote. Neue Flugverbindung zwischen Singapur und Düsseldorf ist ebenfalls Teil der weitreichenden Vereinbarung

Lufthansa Group inklusive ihrer Tochtergesellschaft Swiss International Airlines (SWISS) und Singapore Airlines (SIA) haben eine weitreichende Partnerschaftsvereinbarung1 unterzeichnet, auf deren Grundlage die beiden Luftfahrtkonzerne wichtige Verbindungen zwischen Singapur und Europa im Rahmen eines kommerziellen Joint Ventures gemeinsam betreiben werden. Zudem sollen Codesharing-Verbindungen erheblich ausgeweitet und die geschäftliche Zusammenarbeit intensiviert werden.

Flüge zwischen Singapur und Zürich sowie Flüge zwischen Singapur und Frankfurt bzw. München sollen über Erlösteilungsvereinbarungen (sog. „revenue sharing“) betrieben werden. Die neuen Verbindungen von SIA zwischen Singapur und Düsseldorf ab Juli 2016 werden ebenfalls über solche Vereinbarungen abgedeckt.

Die beiden Luftfahrtkonzerne planen darüber hinaus Kooperationen in wichtigen Märkten in Europa, Süd-Ost-Asien und Australien. So sollen Flugpläne aufeinander abgestimmt werden, um den Kunden günstigere Verbindungen zwischen den einzelnen Streckennetzen zu ermöglichen. Geplant sind zudem gemeinsame Tarifangebote, die Anpassung der Unternehmensprogramme zur Stärkung des Angebots für Firmenkunden und die Sondierung von Optimierungschancen im Hinblick auf bestehende Vielfliegerprogramm-Verbindungen.

Neben Lufthansa, SWISS und SIA erstreckt sich die Vereinbarung auf die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines sowie die SIA-Tochtergesellschaft SilkAir.

Mit den erweiterten Codesharing-Verbindungen können Kunden von SIA fortan auf mehr als 20 Codesharing-Strecken über die Hubs Zürich, Frankfurt und München bequem von/zu verschiedenen Orten in Österreich, Belgien, Deutschland und der Schweiz reisen. SWISS und Lufthansa ihrerseits nutzen mit SIA und seiner regionalen Gesellschaft SilkAir Codesharing auf weiteren Strecken in Süd-Ost-Asien und im Süd-West-Pazifik. Weitere Ziele im Rahmen des Codesharing sollen hinzukommen.

Einige Punkte der Vereinbarung werden in den kommenden Monaten umgesetzt, so beispielsweise die neuen Codesharing-Services. Andere Punkte, die der besonderen Freigabe durch die Aufsichtsbehörden bedürfen, könnten im Laufe des Jahres 2016 schrittweise umgesetzt werden.

„Mit Singapore Airlines verbindet uns eine langjährige und erfolgreiche Partnerschaft. Unsere enge Zusammenarbeit zweier weltweit führender Premiumairlines vertiefen wir jetzt mit einem neuen Joint Venture im Sinne der Fluggäste beider Gesellschaften in Europa und Süd-Ost-Asien. Gemeinsam können wir künftig noch bessere Flugverbindungen und Services bis nach Australien anbieten“, erklärt Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender Deutsche Lufthansa AG. „Die Partnerschaft mit Singapore Airlines ergänzt unser globales Joint Venture Netzwerk und stellt einen wichtigen Baustein unserer Asienstrategie dar. Die führende Position der Lufthansa Gruppe wird durch die strategischen Partnerschaften in allen wichtigsten Märkten wirkungsvoll gefestigt“, ergänzt Spohr.

„Wir sind sehr erfreut, eine Vereinbarung über diese umfassende Partnerschaft erreicht zu haben. Sie bringt dem Kunden erhebliche Vorteile durch optimierte Verbindungen und mehr Codesharing-Ziele. Singapore Airlines verbindet eine langjährige Beziehung zu Lufthansa, einem idealen Partner mit exzellentem Streckennetz und starker Kundenorientierung. Die Vereinbarung bedeutet eine Vertiefung der Beziehungen mit der Lufthansa Group insgesamt und bietet eine solide Grundlage für zahlreiche geschäftliche Kooperationschancen“, so Goh Choon Phong, CEO von Singapore Airlines. „Dies ist wieder einmal ein Beispiel dafür, wie sich aus Partnerschaften ein Mehrwert für unsere Kunden ergeben kann. Gemeinsam können wir Vorteile generieren, die wir alleine nicht bieten könnten“, führt Goh aus.

  1. Teile der Vereinbarung können in verschiedenen Ländern erst nach Freigabe durch die Behördenumgesetzt werden.