Ökologische Verantwortung

Für die Umwelt von morgen

Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt ist Teil unserer Unternehmenskultur. Wir setzen uns für ein nachhaltiges Handeln gegenüber der Umwelt und den nächsten Generationen ein.

Schadstoffe durch Kerosinverbrennung

Die Flugzeuge in der Zivilluftfahrt werden heute vollständig von Kerosin angetrieben. Wenn diese Energiequelle verbrennt, wird sie zu Kohlendioxid (CO2). Aus einer Tonne Kerosin entstehen 3,15 Tonnen CO2, aber auch Wasserdampf und Stickoxide. Diese Gase verändern das Klima, Stickoxide beeinflussen zudem die Luftqualität in Bodennähe.

SWISS hat ihre spezifischen CO2-Emissionen seit 2003 drastisch reduziert. Konkret sind es heute pro 100 Passagierkilometer knapp 20 % weniger. Um dieses Ziel zu erreichen, hat SWISS Milliarden in neue Flugzeugtypen investiert, auf leichtere Materialien gesetzt, Flugprozesse verbessert und ihre Flüge besser ausgelastet. Aufgrund der höheren Effizienz im Treibstoffverbrauch sind die absoluten CO2-Emissionen seit 2003 lediglich um 9% gestiegen, obwohl die Anzahl Passagiere auf SWISS-Flügen in der gleichen Periode um über 50% zugenommen hat.

Der Verbrennungsprozess von Kerosin

Die genaue Zusammensetzung ist abhängig von den operationellen Bedingungen, der Flughöhe, der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur.

Treibhausgase und Schadstoffe pro Tonne Kerosin: H2O: 1.24t, NOx: 6-20kg, CO2: 3.15t, SO2: 0.7-2.5kg, CO: ca. 1kg, Soot: 0.1-0.7kg, CxHy: ca. 0.02kg.
Treibhausgase und Schadstoffe, die beim Verbrennen von Kerosin entstehen.

Schnellablass von Treibstoff

Treibstoff wird nur dann in grossen Mengen abgelassen, wenn ein Flugzeug kurz nach dem Start notfallmässig landen und deshalb sein Gewicht drastisch reduzieren muss. Dieser Schnellablass muss ein- bis dreimal pro Jahr ausgelöst werden, was in der SWISS Flotte beim Airbus A340 sowieso der 777 möglich ist.

Lärmemissionen

Aus technischer Sicht entsteht der Fluglärm in den Triebwerken. Hier treffen heisse und kalte Luft mit hoher Geschwindigkeit aufeinander. Im Innern des Triebwerks sorgen mechanische Prozesse für zusätzlichen Lärm. Die Aerodynamik sorgt für das typische Rauschen, das entsteht, wenn Luft über unebene Stellen am Flugzeug fliesst.

Immer leisere Flugzeuge

In der Luftfahrt wird die Lärmbelastung am Boden mit dem sogenannten Lärmteppich dargestellt. Dabei wird diejenige Fläche ausgewiesen, in welcher die festgelegten Grenzwerte überschritten sind. In den letzten 30 Jahren ist die stark betroffene Fläche rund um den Flughafen Zürich um zwei Drittel geschrumpft, obwohl sich die Flugbewegungen fast verdoppelt haben. Mit jeder neuen Triebwerksgeneration sinken die Lärmemissionen deutlich.

Lärmradius vom Flughafen ist zwischen 1987-2010 kleiner geworden
In den letzten 30 Jahren hat die Fläche um den Flughafen Zürich, die von Fluglärm über 60 dB betroffen ist, um zwei Drittel abgenommen.

Investition in emissionsärmere Flugzeuge

Gegenwärtig sorgt die Flottenerneuerung von SWISS in Zürich und Genf für eine signifikante Lärmreduktion. Das neue Kurzstreckenflugzeug C Series ist für das menschliche Gehör nur noch halb so laut wie vergleichbare Typen. Ab 2019 ersetzt SWISS die Airbus-A320er-Familie durch die deutlich lärmgünstigeren A320neo. Zusätzlich arbeitet SWISS gemeinsam mit Flughafen und Flugsicherung daran, die An- und Abflugverfahren – im Rahmen der Möglichkeiten – zu optimieren.

Die Karte zeigt die verschiedenen Geräuschemissionslevel der C Series und konventioneller Flugzeuge am Flughafen Zürich.
Die C Series ist für das menschliche Ohr nur halb so laut wie vergleichbare andere Flugzeuge. Der Lärmteppich reduziert sich gar um 70 Prozent.

Lärmthema ganzheitlich angehen

Immer mehr Menschen ziehen in die Nähe der gut erschlossenen Flughäfen. In Anbetracht des anhaltenden Booms in den Flughafenregionen ist die Politik in der Pflicht, präventive raumplanerische Massnahmen zu ergreifen, um weiteren Nutzungskonflikten vorzubeugen und künftigen Generationen Entwicklungsperspektiven zu lassen. Dabei braucht es auch in der Schweiz ganzheitliche Ansätze wie den Balanced Approach der internationalen Zivilluftfahrtorganisationen ICAO, der alle Seiten in die Pflicht nimmt.

Der ICAO Balanced Approach

Der Balanced Approach der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO ist das international anerkannte Instrument, um Lärmkonflikte zu lösen.

  • Ganzheitliche Raumplanung

    Mögliche künftige Flugverkehrsentwicklungen müssen in die Siedlungsplanung der Flughafenregion einbezogen werden.

  • Lärmreduktion an der Quelle

    Förderung und Einsatz moderner und leiserer Flugzeuge

  • Förderung lärmarmer betrieblicher Verfahren

    Die Flughäfen reduzieren den vermeidbaren Lärm mit geeigneten operationellen Massnahmen (zum Beispiel mit optimierten An- und Abflugverfahren).

  • Betriebseinschränkungen

    Betriebseinschränkungen sind im Ausnahmefall und als letztes Mittel einzusetzen.

In der Schweiz fehlt es bislang an einer ganzheitlichen Raumplanung. Diese muss Entwicklungsperspektiven für die Landesflughäfen bieten und verhindern, dass sich das Siedlungsgebiet zunehmend dorthin ausbreitet, wo Fluglärm ist. Das letzte Mittel – Betriebseinschränkungen – sind bereits an sämtlichen Schweizer Landesflughäfen Realität. Der Flughafen Zürich ist heute im europäischen Vergleich einer der betrieblich am stärksten eingeschränkten Flughäfen.

Weitere Informationen zum Thema Fluglärm finden Sie hier.

Ziele

SWISS nimmt ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt wahr und orientiert sich an den Zielen des Internationalen Zivilluftfahrtverbands IATA. Diese sehen konkret wie folgt aus:

  • Bis 2020: Treibstoff-Effizienz jährlich um 1,5 % verbessern
  • Ab 2020: Luftfahrt soll generell nur noch CO2-neutral wachsen
  • Bis 2050: CO2-Emissionen gegenüber 2005 halbieren

Massnahmen

Um ihre Ziele zu erreichen, setzt SWISS bei ihrer Umweltstrategie auf diese vier Säulen:

Technologischer Fortschritt

Neue Flugzeugtypen stossen weniger CO2 aus. SWISS investiert kontinuierlich in eine moderne Flotte. Auf der Kurz- und Mittelstreckenflotte werden ab Sommer 2016 30 Bombardier C Series Flugzeuge die Avro RJ 100 Flotte ersetzen. Zwischen 2019 und 2022 wird SWISS zudem zehn Airbus A320neo und fünf Airbus A321neo der neusten Generation in ihre Flotte aufnehmen und damit zehn ältere Airbus A320 sowie fünf Airbus A321 ersetzen. Auf der Langstrecke werden 2016 sechs Boeing 777 den Airbus A340 ablösen. Drei weitere Flugzeuge des Typs Boeing 777-300ER werden zwischen 2017 und 2018 zur SWISS Fotte stossen.

Operationelle Massnahmen

Je effizienter Flugprozesse sind, desto weniger belasten sie die Umwelt. Zum Beispiel kann man mit einem leistungsfähigen Flugmanagementsystem Höhenwinde besser nutzen. Eine systematisch beladene Maschine sorgt für optimale Aerodynamik. Und wenn es die Situation erlaubt, schalten die SWISS Piloten nach der Landung mit dem Airbus A340 zwei Triebwerke aus, um mit den verbleibenden zwei zum Standplatz zu rollen.

Effiziente Infrastrukturen

Airlines, die den Luftraum, Flughäfen und die Flugsicherung optimal nutzen, reduzieren ihren CO2-Ausstoss massiv. Leider sind Luftstrassen nur selten effizient angelegt, da jedes Land seinen Luftraum individuell reguliert. Die Europäische Kommission will hier einschreiten. Mit dem Projekt «Single European Sky» liessen sich jährlich bis zu 10 Millionen Tonnen CO2 einsparen – damit fliegt die gesamte SWISS Flotte drei Jahre lang. SWISS engagiert sich mit der Durchführung verschiedener Studien im Rahmen des Projekts Single European Sky Air Traffic Management aktiv an den Bestrebungen zur Optimierung des Europäischen Luftraums.

Wirtschaftliche Instrumente

SWISS setzt sich für ein globales und faires Emissionshandelssystem im Luftverkehr ein. Dieses System belohnt aktiven Umweltschutz und gewährleistet weltweit einen fairen Wettbewerb. Zudem hat jeder SWISS Passagier die Möglichkeit, die von ihm verursachten CO2-Emissionen über „myclimate‟ zu kompensieren.

CO2-Emissionen und Kerosinverbrauch

SWISS hat ihre spezifischen CO2-Emissionen seit 2003 drastisch reduziert. Konkret sind es heute pro 100 Passagierkilometer knapp 20 % weniger. Um dieses Ziel zu erreichen, hat SWISS Milliarden in neue Flugzeugtypen investiert, auf leichtere Materialien gesetzt, Flugprozesse verbessert und ihre Flüge besser ausgelastet. Aufgrund der höheren Effizienz im Treibstoffverbrauch sind die absoluten CO2-Emissionen seit 2003 lediglich um 9% gestiegen, obwohl die Anzahl Passagiere auf SWISS-Flügen in der gleichen Periode um über 50% zugenommen hat.

Lärmemissionen

In der Luftfahrt wird die Lärmbelastung am Boden mit dem sogenannten Lärmteppich dargestellt. Dabei wird diejenige Fläche ausgewiesen, in welcher die festgelegten Grenzwerte überschritten sind. In den letzten 25 Jahren ist die stark betroffene Fläche rund um den Flughafen Zürich um zwei Drittel geschrumpft, obwohl sich die Flugbewegungen fast verdoppelt haben. Neue, sehr viel leisere Flugzeuge haben die Zahl der Lärmbetroffenen drastisch reduziert.

Die Karte zeigt die verschiedenen Geräuschemissionslevel der C Series und konventioneller Flugzeuge am Flughafen Zürich.
Die C Series ist für das menschliche Ohr nur halb so laut wie vergleichbare andere Flugzeuge. Der Lärmteppich reduziert sich gar um 70 Prozent.