Auswirkungen der Druckänderung in der Kabine

Mit dem Steigen eines Flugzeugs nimmt der Luftdruck innerhalb der Kabine ab, so dass sich die Kabinenluft um etwa 30 Prozent ausdehnt. Beim Sinkflug nimmt das Luftvolumen im Gegenzug wieder ab. Diese Veränderungen verursachen keine Probleme, wenn das Gas sich frei bewegen kann, wie die Luft in den Lungen - können jedoch unangenehm sein oder Beschwerden verursachen, wenn das Gas eingeschlossen und der Druckausgleich behindert ist.

Das Mittelohr

Wenig problematisch sind meistens der Start und der anschließende Steigflug. Dabei entsteht in der Kabine gegenüber dem Mittelohr ein relativer Unterdruck. Der im Mittelohr bestehende Überdruck kann relativ leicht über die Eustachische Röhre ausgeglichen werden.

Probleme bereitet häufiger der Sinkflug, denn bei der Landung mit wieder steigendem Kabinendruck besteht die Möglichkeit, dass der natürliche Druckausgleich bspw. durch eine erkältungsbedingte Nasen- und Rachenschleimhautschwellung gestört wird. Als Folge davon kann ein relativer Unterdruck im Mittelohr entstehen, was häufig von Schmerzen begleitet wird. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Ohrschmerzen.

Die Nebenhöhlen

Die Nebenhöhlen liegen hinter den Gesichts- und Schädelknochen und sind über schmale Kanäle mit Nase und Rachen verbunden. Die Nebenhöhlen enthalten Luft, die sich beim Steig- und Sinkflug ausdehnt bzw. zusammenzieht. Bei einer Erkältung (oder auch bei Heuschnupfen) können die Nasennebenhöhlenkanäle infolge der Schleimhautschwellung blockiert sein, was v.a. beim Sinkflug Beschwerden verursachen kann. In dieser Situation ist es ratsam einen Nasenspray zu benutzen.

Eingeschlossene Luft in Zähnen und Organen

Eingeschlossene Luft in Zahnfüllungen oder in Abszessen kann ebenfalls Schmerzen verursachen, die beim Starten in der Regel stärker sind. Sowohl der Magen als auch der Darmtrakt enthalten verschluckte Luft und Gase, die zu Völlegefühl oder Blähungen führen können.