Nein, besonders gefällig ist die zweitgrösste Stadt Irlands nicht. Aber im freiheitsliebenden Süden steht man zu seinen Macken und gibt sich widerspenstig. SWISS Magazine-Autor Gero Günther hat Cork erkundet.

Photos: Peter Neusser

Sehenswürdigkeiten? Ok, es gibt das Buttermuseum, den überdachte Markt oder den Kirchturm im Stadteil Shandon. Erst wenn man in einem der zahllosen Pubs der Altstadt steht und sich bei Kerzenlicht mit einem Wildfremden unterhält, beginnt man zu verstehen, warum die Corkonians ihr «Rebel County» heiss und innig lieben. Wer in den Südwesten Irlands reist, sollte sein Tempo anpassen. Zeit für einen Schwatz, eine Tasse Tee oder ein Bier haben.

  • Und dann muss man sich weit hinaus an die Ränder Europas begeben, an die zerklüftete, sturmumtoste Atlantikküste. Nur Mut! Wind und Wetter gehören einfach dazu.

    Wild und mild liegen in Irland sowieso ganz nah beieinander: Magnolien, Rosen, wilde Erdbeeren und Lachs auf der einen, Klippen, kahle Hügel und Seetang auf der anderen Seite. Wer beides zu schätzen weiss, kommt in und um Cork voll auf seine Kosten.

    Ungeschminkt: Corks raues Strassenbild zeugt vom rebellischen Geist der zweitgrössten Stadt Irlands.

Gut zu wissen

  1. In Irland gibt man zwischen 10 und 15 Prozent Trinkgeld - diskret und ohne grosses Aufsehen darum zu machen.

  2. Die Strassen auf der grünen Insel sind oft sehr schmahl, gerahmt von Steinwällen und schlecht einzusehen. Vorsichtig fahren!

  3. Böiger Wind und unvorhersehbare Wellen haben schon so manches Opfer auf dem Meer gefordert. Gefährlich - nicht nur für Küstenfischer.

  4. Die Iren lieben es, sich nach deinem Wohlbefinden zu erkundigen - eine gute Gelegenheit für ein Schwätzchen. Einfach den Small Talk geniessen, das gehört zur irischen Lebensart.

  5. Wer ein "full Irish breakfast" bestellst, sollte sich auf eine gigantische Portion einrichten. Dazu gehörem normalerweiseWürstchen, Speck, Black Pudding, Eier, Tomaten und Pilze.

Ab nach draussen! Sehenswürdigkeiten und Outdoor-Aktivitäten