Valencia – Die Heimat der Paella
Die drittgrösste Stadt Spaniens gilt als Geburtsort der Paella, war 2022 Welthauptstadt des Designs und wurde 2024 zur Grünen Hauptstadt Europas gekürt. Valencia punktet mit 300 Sonnentagen im Jahr, kilometerlangen Stränden, einer pulsierenden Kulturszene und spannender Architektur.
Highlight: das neue Centro de Arte Hortensia Herrero mit zeitgenössischer Kunst in einem antiken Palazzo.
Hotel: Casa Clarita in der Nähe der Plaza de la Reina, mit verspieltem Interieur des Designers Jaime Hayon.
Restaurant: Im La Salita gibt es vegetarische spanische Küche mit Michelin-Stern.
Palermo – Das Herz Siziliens
Es gibt Orte, deren Schönheit sofort fesselt. Palermo gehört nicht dazu. Zunächst fallen nur die still vor sich hin bröselnden Barockpaläste, die vom Wind zerzausten Palmen und die streunenden Katzen auf. Doch dann: In Palermo tobt das Leben, ungefiltert, laut und oft sehr unterhaltsam - ein Strassentheater mit Drama, Komik und viel Herz.
Highlight: Das 1897 eröffnete Teatro Massimo ist das drittgrösste Opernhaus Europas und ein echter Hingucker.
Hotel: Das wunderschöne Belle-Epoque-Palais Villa Igiea liegt zwar nicht sehr zentral, aber direkt am Meer.
Restaurant: Premiata Enoteca Butticè mit 600 verschiedenen Weinen, sizilianischer Hausmannskost und Terrasse.
Kopenhagen – Das nordische Designzentrum
Kopenhagen wird seit jeher für sein Design, seine Gastronomie, sein Umweltbewusstsein und sogar für die gute Laune seiner Einwohner gelobt. Doch seit die UNESCO die Stadt 2023 zur Welthauptstadt der Architektur gekürt hat, stehen Gebäude im Mittelpunkt. Die App des dänischen Architekturzentrums informiert über die Sehenswürdigkeiten, die man - wie sonst? - mit dem Fahrrad erreicht.
Highlight: Paper Island, ein neuer, von Wasser umspülter Stadtteil mit Badestellen und Food Market.
Hotel: Das 25hours Hotel Paper Island steht direkt am Kanal und ist lässig, gemütlich und elegant zugleich.
Restaurant: Almanak mit nordischer Gourmetküche und herrlicher Aussicht.
Berlin – Die Hauptstadt der Kontraste
Die coolste Hauptstadt Europas! Tatsächlich glänzt Berlin mit einem reichen Nachtleben, einer multikulturellen Subkultur, vielen Currywurstbuden, Szenerestaurants sowie einer jungen urbanen Szene, die kaum etwas auslässt. Doch jenseits aller Hipness hat die ehemals geteilte Stadt viel Geschichte, schöne Wohnviertel, tolle Museen und idyllische Badeseen zu bieten – also etwas für jeden Geschmack.
Highlight: Eine Bootsfahrt auf der Spree bietet oft unbekannte Perspektiven.
Hotel: Wilmina mit 44 lichtdurchfluteten Zimmern, Lounge und Gartencafé im denkmalgeschützten ehemaligen Charlottenburger Strafgericht.
Restaurant: Remi mit zeitgemässer Brasserie-Küche, Sicht auf die Köche und urbanem Chic.
Manchester – Die Wiege der Pop-Ikonen
Manchester gilt als Hochburg der Indie- und Popmusik. Bands wie Take That, Oasis, Simply Red und Morrissey starteten hier ihre Karriere. Die vielen Studenten sorgen für eine lebendige Clubszene, während das neue Kulturzentrum Aviva Studios die lokale Musik- und Performance-Szene unterstützt.
Highlight: Im Lowry-Komplex gibt es Theater, Tanz und Ausstellungen.
Hotel: The Alan punktet mit Retro-Industrie-Chic und zentraler Lage, thealanhotel.com.
Restaurant: Higher Ground, lässiges Bistro mit regionaler, saisonaler und nachhaltiger Küche.
Sarajevo – Die Stadt am Schnittpunkt der Kulturen
Die Geschichte der Stadt ist kompliziert, ihre Vergangenheit tragisch, doch heute pulsiert das Leben in der Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas. An jeder Ecke treffen Kulturen und Religionen, Epochen und Baustile aufeinander: österreichisch anmutende Kaffeehäuser hier, orientalischer Basar dort, allein in der Altstadt sind vier Religionen mit Gotteshäusern vertreten - das ist einzigartig in Europa!
Highlight: Die mit Graffiti verzierte Olympia-Bobbahn von 1984 ist ein schöner Wanderweg oberhalb der Stadt.
Hotel: Das Isa Begov Hamam Hotel bietet orientalisches Flair und eine gute Lage.
Restaurant: Inat Kuća mit bester bosnischer Küche und gemütlicher Terrasse am Fluss.
Rom – Die ewige Bühne
Rom wird nicht umsonst die Ewige Stadt genannt, sie existiert seit fast 3000 Jahren, jede Epoche der Weltgeschichte hat hier Spuren hinterlassen. Die Möglichkeiten sind endlos - vom Besuch von Museen und Denkmälern bis hin zu Vespa-Touren und Bootsfahrten auf dem Tiber. Oder man schlendert einfach durch das Stadtviertel Monti und beobachtet die hippen und schicken Römer.
Highlight: Campo dei Fiori, der Markt und die Cafés drumherum.
Hotel: Das brandneue Romeo Roma wurde von Zaha Hadid Architects opulent und kurvenreich gestaltet.
Restaurant: Im Roscioli, eigentlich ein Feinkostladen, kann man wunderbar essen, unter anderem eine fantastische Carbonara.
Patricia Engelhorn hat – oft und gerne im Auftrag von SWISS Magazine – die Welt bereist und festgestellt: Man muss nicht immer in die Ferne, auch Europa ist schön!
Text und Auswahl: Patricia Engelhorn
Publiziert am 19. November 2025