Miami mit Kids: Die besten Viertel, Strände und Kunst-Highlights

Ganzjährige Sonne und angenehme Badetemperaturen machen Miami zu einem verlässlichen Ziel für Familien, die Stadtleben, Strand und Kunst schätzen. Sandburgen, Streetart und Alligatorenbeobachtungen lassen sich hier sinnvoll miteinander verbinden – und das meist ohne eigenes Auto.

Für die erste Orientierung hilft eine kurze Übersicht: Miami Beach ist die vorgelagerte Insel mit den Stränden und dem Art-Déco-Viertel rund um South Beach. Auf dem Festland liegen Downtown an der Biscayne Bay, das kreative Streetartviertel Wynwood sowie das kubanisch geprägte Viertel Little Havana. Die Wege zwischen Strand, Stadt und Natur sind kurz. Der autofreie Beachwalk verbindet die South Pointe Park mit dem North Beach Oceanside Park.

Miami south beach, der Südpunkt von Miami Beach
Wolkenkratzer, Palmenstrand und endloses Blau verströmen Miami Vibes. © GMCVB

South Beach (Miami Beach): Miami Vice Szenen und Frühstück all day long
Zwischen den pastellfarbenen Fassaden am Ocean Drive und dem Lummus Park zeigt sich eine der bekanntesten Kulissen Miamis. Früh am Morgen, wenn Yogaklassen am Strand stattfinden, Joggende unterwegs sind und Hundebesitzende den Ocean Drive entlanggehen, ist es hier noch vergleichsweise ruhig. Die farbenfrohen Lifeguard-Stände prägen das Bild des Strandes und gehören zu den meistfotografierten Motiven von South Beach.

Der Lummus Park zieht sich entlang des Ocean Drive, etwa von der 5. bis zur 15. Strasse und verbindet Strand, Promenade, Grünflächen und Spielbereiche. Nur wenige Blocks entfernt liegt das News Café, das seit den späten Achtzigerjahren zu den festen Adressen in South Beach zählt und ursprünglich ein Café, Restaurant und Zeitungskiosk miteinander verband. Heute wird dort den ganzen Tag über Frühstück serviert. Praktisch, wenn man noch Jetlag hat. Ein Abstecher lohnt sich von hier in den Miami Design District: Der State of Kid-Shop verbindet eine kuratierte Auswahl an Kinderlabels, Accessoires und Geschenken mit Kreativkursen für Kinder und Familien. Weitere Standorte befinden sich ebenfalls in Miami.

Wer die Skyline der Stadt vom Wasser aus erleben und dies mit einer rasanten Bootsfahrt verbinden möchte, findet am Bayside Marketplace die Thriller-Speedboote. Die Tour führt über die Biscayne Bay und erinnert dabei an die berühmten Bootsszenen aus der Serie Miami Vice.

Besonders stimmungsvoll wird es bei Sonnenuntergang im South Pointe Park, wo sich der Blick auf vorbeiziehende Kreuzfahrtschiffe öffnet. Deutlich entspannter und familienfreundlicher zeigen sich hingegen Surfside und Sunny Isles Beach. Für alle, die gerne aktiv unterwegs sind, bieten der Oleta River State Park sowie der Crandon Park Beach auf Key Biscayne Möglichkeiten zum Kajak- und Kanufahren oder Kitesurfen.

Ein Lifeguard Stand an einem Strand mit Abendstimmung
Die Lifeguard Stands sind so bunt, wie die Stadt und sehen immer wieder anders aus. © GMCVB

Coconut Grove und Downtown: Grüne Papageien und begehbare Kunst
Coconut Grove ist Miamis ältestes und sehr grünes Viertel mit von Banyanbäumen gesäumten Boulevards, historischen Villen, kleinen Parks und Cafés. Nicht wundern, wenn plötzlich leuchtend grüne Papageien vorbeifliegen: Es sind meistens Mönchssittiche. Ein guter Startpunkt ist das Open-Air Einkaufszentrum CocoWalk. Besondere Pizzen gibt es bei Mister 01. Nachtisch bei Salt and Straw. Falls verfügbar, unbedingt den Tacolate – ein Schokoladen-Taco – probieren.

Downtown setzt den städtischen Kontrapunkt mit der Skyline, viel Kunst und dem Bayfront Park, der vom japanisch-amerikanischen Bildhauer Isamu Noguchi geplant wurde. Slide Mantra ist die berühmteste Skulptur im Park und aus weissem Carrara-Marmor gebaut. Kinder lieben es, darauf zu spielen und hinunterzurutschen. Schon wieder ergibt sich hier ein besonderes Sujet für Erinnerungsbilder.

Portrait einer Künstlerin auf einer Wand in Wynwood
Porträts von bekannten Künstlerinnen sind auf den Wynwood Walls abgebildet. © GMCVB

Wynwood: Streetart, hippe Cafés und beste Kulissen für Erinnerungsbilder
Zwischen Palmen und ehemaligen Lagerhäusern zeigt Wynwood, wie sich ein Industrieareal zum offenen Atelier gewandelt hat. Die Kunst klettert von der Wand auf die Strasse und macht Fassaden zu leuchtend bunten Leinwänden. Auf wenigen Blocks konzentrieren sich hier Restaurants, Galerien, Designstudios und hippe Cafés, wie The Coffee – Wynwood oder das Panther Coffee, wo der Kaffee frisch geröstet wird. In der Wynwood Arcade gibt es Donuts bei The Salty, die man so schnell nicht mehr vergisst. Herzhaft isst man bei Zak the Baker. Besondere Souvenirs gibt es im The Wynwood Shop. Abends wechseln die Farben im Licht, während sich Bars und Höfe füllen und Ateliers ihre Tore öffnen. Abwechslung bietet Fun Dimension mit Lasertag, Duckpin-Bowling und VR-Erlebnissen.

Ein weiter Strand mit türkisem Wasser
Die Strände rund um Miami scheinen endlos zu sein. © GMCVB

Beachlife: Die schönsten Strände und guter Sonnenschutz
Viele Strände rund um Miami fallen relativ flach ab und sind für Familien ideal. Trotzdem treten regelmässig kräftige Wasserströmungen (rip currents) auf, die schnell aufs offene Meer hinausfliessen. Daher immer auf die Flaggen und die Lifeguards achten. Grün bedeutet geringe Gefahr, Gelb mittlere und bei Rot sollte man das Wasser meiden. Weht zudem eine lila Flagge, wurden gefährliche Meerestiere, wie Quallen oder Haie gesichtet. Also Vorsicht. Die Sonne Floridas ist sehr intensiv, daher ist konsequenter Sonnenschutz (UV Kleidung) sinnvoll. Spartipp: Es lohnt sich, für den Urlaub einen eigenen Sonnenschirm zu kaufen, da die Mieten am Strand häufig hoch sind. Im Supermarkt (beispielsweise bei Walmart) sind günstige Modelle erhältlich.

Aber wo sind die besten Strände für Familien? Der North Beach erstreckt sich grob von der 63. bis zur 87. Strasse. Sein North Beach Oceanside Park bietet Parkplätze, WCs (bei den Pavillons), einen Spielplatz und schattige Wege. Nahe der 75. Street/Ocean Terrace serviert Taquiza Tacos to go. Für Kleinkinder ist der Atollstrand im Matheson Hammock Park ideal.  Das seichte, geschützte Wasser lädt zum Planschen ein. Holzstege sowie Kajaks und SUPs liegen dort zum Mieten bereit. Auch Crandon Park Beach auf Key Biscayne ist familienfreundlich, da eine vorgelagerte Sandbank für extrem ruhige und flache Bedingungen sorgt.

Eine Familie auf Fahrrädern in der Natur
Im Shark Valley kann man mit dem Fahrrad auf dem 24 Kilometer langen Rundweg die Landschaft geniessen. © GMCVB

Weitere Miami Highlights, die man auch noch mitnehmen sollte

Little Havana:
Ein Spaziergang durch Little Havana führt über die berühmte Calle Ocho, vorbei an Zigarrenläden, Wandmalereien und Domino-Spielern im Máximo Gómez Park. Ein Stopp bei der Azucar Ice Company lohnt sich. Das hausgemachte Eis ist bekannt für Sorten wie Guave, Kaffee oder tropische Früchte.

Collins Park:
Mitten in Miami Beach lässt sich im Collins Park die frei zugängliche Art-Outside-Sammlung entdecken. Zwischen Palmen und Grünflächen stehen farbige Skulpturen und zeitgenössische Kunstwerke unter freiem Himmel.

SoundScape Park:
Von Oktober bis Mai verwandelt sich der SoundScape Park an ausgewählten Abenden in ein Open-Air-Kino. Besuchende bringen Picknickdecken und Snacks mit und schauen Filme auf Grossleinwand unter freiem Himmel.

Miami Beach Botanical Garten:
Ruhe findet man im Miami Beach Botanical Garden mit seinen tropischen Pflanzen, Teichen, Palmen und dem essbaren Garten.

Outlet-Shopping:
Wer eine Shoppingpause einlegen will, findet in Outletcentern wie der Dolphin Mall zahlreiche Markenläden zu reduzierten Preisen, aber auch viele Restaurant und Cafés.

Everglades-Nationalpark:
Rund eine Stunde von Miami entfernt beginnt der Everglades-Nationalpark. Im Shark Valley lässt sich die Landschaft abseits der Airboats per Fahrrad erkunden. Mit kleineren Kindern oder bei hohen Temperaturen bietet sich die Tram-Tour als entspanntere Alternative an.

Ein Hotelpool nahe am Strand
Wer im Faena Miami Beach eincheckt, findet sich im Paradies wieder. © Faena Miami Beach

Schlafen
Ein Hotelpool ist hier ein Muss. Das Luxus Hotel Faena Miami Beach bietet direkten Zugang zum breiten Sand, schattige Poolzonen und familienfreundliche Suiten. Es ist von Kunst und opulenter Ästhetik geprägt und hat ein massgeschneidertes Kinderprogramm. Für Downtown mit Bayside im Blick ist das YOTEL Miami mit Pool im 12. Stock eine gute Wahl. Wer gerne zwischendurch selbst kocht, bucht ein YOTELPAD-Studio mit Kitchenette und Stockbetten. Preisbewusst und entspannt ist das KAYAK Miami Beach. Das stilvolle Boutique-Haus liegt direkt am Collins Park und zum Strand braucht man eine Viertelstunde. Auf der Dachterrasse kann man es sich auf Liegen gemütlich machen und im kleinen Pool erfrischen.

Gut zu wissen
Für die Einreise in die USA sind biometrische Reisepässe erforderlich und die ESTA-Genehmigung muss vorab online beantragt werden. Es empfiehlt sich, die ortsüblichen Trinkgeldregelungen im Auge zu behalten. Gerade in Restaurants werden 15 bis 20 Prozent erwartet und das kann die Reisekasse merklich belasten.

Öffentliche Verkehrsmittel
Der kostenlose Miami Beach Trolley bietet eine willkommene Abkühlung. Er verknüpft auf verschiedenen Routen den Norden mit dem Süden der Stadt. Ebenfalls gratis ist das neue Wassertaxi, das die Innenstadt mit Downtown verbindet und der Metromover, der auf Schienen durch die Wolkenkratzer fährt. Parks, weiter entfernte Strände und die Everglades erreicht man flexibler mit dem Auto.

SWISS fliegt einmal pro Tag von Zürich nach Miami. Der Flug dauert im Durchschnitt 10 Stunden und 25 Minuten.

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