Wenn auf der Reise etwas verloren geht: Sechs Fakten zum Fundbüro

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und schon sind die AirPods, das Portemonnaie oder die Jacke im Flugzeug vergessen. Und manchmal bleibt sogar Kurioses wie ein gekochter Truthahn zurück. Wer auf dem Weg nach Zürich etwas verliert, muss die Hoffnung aber nicht sofort aufgeben. Das Fundbüro von Swissport kümmert sich täglich um Verlorenes. Wie es funktioniert und was mit abgegebenen Gegenständen passiert, zeigen wir dir in den folgenden Fakten.

#1 Was fällt in den Aufgabenbereich des Fundbüros? 

Das Fundbüro von Swissport nimmt am Flughafen Zürich seit über 20 Jahren Fundstücke entgegen, erfasst sie und versucht die verlorenen Gegenstände wieder mit ihren Besitzer:innen zusammenzubringen. Übernommen werden dabei Gegenstände, die am Flughafen Zürich oder in Flugzeugen gefunden werden. Keine Rolle spielt es dabei, ob du beispielsweise deine Kopfhörer vor oder nach der Sicherheitskontrolle verloren hast.  

Übrigens: Verlierst du etwas, bist du damit nicht allein. Pro Jahr landen am Flughafen Zürich bis zu 90 000 Gegenstände im Fundbüro. 

 

#2 Das passiert mit abgegebenen Gegenständen  

Wird ein Fundstück beim Flughafen abgegeben, wird es direkt mit eindeutig identifizierbaren Merkmalen im System registriert. So können Suchende bereits nach kurzer Zeit online prüfen, ob ihr Gegenstand gefunden wurde.  

Wer erst zuhause bemerkt, dass er etwas am Flughafen Zürich verloren hat, kann selbst online eine Suchmeldung erstellen. Gibt es eine Übereinstimmung erfolgt eine Benachrichtigung und eine Identitätsprüfung. Passt alles erhältst du deinen Gegenstand wieder zurück.  

Die Rückgabe ist persönlich beim Fundbüro am Flughafen Zürich, per Post oder per internationalen Versand möglich. Die Kosten hängen dabei von Zielort und Gewicht ab.  

 

Verlorene Gegenstände können am Flughafen Zürich abgeholt werden.
Verlorene Gegenstände können am Flughafen Zürich abgeholt werden.

#3 Diese Reisebegleiter gehen häufig verloren  

Wer am Flughafen oder im Flugzeug schon einmal etwas verloren hat, ist damit keineswegs allein. Ein Blick ins Fundbüro von Swissport zeigt, welche Gegenstände besonders häufig abgegeben werden. Darunter sind:

  •  Mobiltelefone und Tablets 
  •  AirPods 
  •  Sonnenbrillen und Brillen 
  •  Portemonnaies 
  •  Jacken und andere Kleidungsstücke 
  •  Duty-Free-Artikel 

 

#4 Ungewöhnliches aus dem Fundbüro 

Neben Alltagsgegenständen tauchen im Fundbüro von Swissport auch Dinge auf, die selbst erfahrene Mitarbeitende staunen lassen. Auf Nachfrage nennen sie Fundstücke, die besonders in Erinnerung geblieben sind – ein Überblick: 

  • Eine Urne 
  • Ein Gebiss 
  • Ein Atmungsgerät 
  • Gekochter Truthahn 
  • Ein Koffer mit zwei gekochten Enten und einem Kanister Rotwein 

 

#5 Tipps und Tricks für verlorene Gegenstände  

So gross die Hoffnung auch ist: Nur rund 30 Prozent der Fundstücke können ihren Besitzer:innen wieder übergeben werden. Das liegt auch daran, dass für viele Fundstücke gar nicht erst eine Suchmeldung erfasst wird.   

Dabei lässt sich mit einfachen Massnahmen viel erreichen. Das Fundbüro empfiehlt:

       Vorbeugen 

  • Vor dem Boarding und beim Verlassen des Flugzeugs einen kurzen persönlichen Check durchführen. Sitzplatz, Ablagefächer und Boden kontrollieren. 

        Technik nutzen 

  • Wichtige Gegenstände immer am Körper tragen, insbesondere Mobiltelefone, Portemonnaies und Reisedokumente
  • Ortungsfunktionen nutzen. Viele Kopfhörer, Smartphones oder Tracker lassen sich heute lokalisieren und erleichtern die Suche. 
  • Elektronische Geräte mit Kontaktangaben wie E-Mail-Adresse oder Telefonnummer versehen.

          Schnell handeln 

  • Einen Verlust möglichst rasch melden, da die Chancen auf eine Rückgabe mit der Zeit sinken. 

 

#6 Das passiert mit Fundsachen, die nicht abgeholt werden 

Nicht alle verlorenen Gegenstände finden ihren Weg zurück zu ihren Besitzer:innen. Nach drei Monaten, wenn sie immer noch nicht abgeholt wurden, landen diese Fundsachen in einem offiziellen Verkauf. Über eine spezielle Webseite können sie dann erworben werden – von Kleidung über Accessoires bis hin zu Alltagsgegenständen. So bekommen die verlorenen Dinge oft noch eine zweite Chance, anstatt ungenutzt im Lager zu bleiben.