Ein Tag im Cockpit: Maodez’ Herzenswunsch hebt ab

Maodez ist 14 Jahre alt, kommt aus Vevey und hat einen grossen Traum: Pilot werden. Aufgrund einer seltenen Hauterkrankung wird dieser Beruf für ihn nicht möglich sein. Seine Faszination fürs Fliegen ist dennoch ungebrochen: ob beim Zeichnen von Flugzeugen, beim Verfolgen von Flugbewegungen oder auf Zuschauerterrassen, wo er seine Lieblingsmaschinen beobachtet. Gemeinsam mit der Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe durfte er bei SWISS einen Tag mit unserer Cockpit Crew erleben. Vom Briefing bis zum Abheben.

Maodez’ grosser Tag begann dort, wo auch die SWISS Crews ihren Einsatz starten: im Operations Center am Flughafen Zürich. Zusammen mit den beiden Piloten besprach der 14-Jährige den Hin- und Rückflug seines Fluges mit der Flugnummer LX2066/67 nach Porto. Dazu gehörten Wetterbedingungen, Treibstoffplanung und viele weitere operative Details. Anschliessend lernte er beim Briefing die gesamte Cabin Crew kennen, bevor es mit dem Crew-Bus direkt zum Flugzeug ging. Für Maodez wurde sein Traum in diesem Moment greifbar: Er war mittendrin im Alltag der Besatzung.

Auf dem Vorfeld durfte Maodez den Airbus A321neo mit der Immatrikulation HB-JPD aus nächster Nähe betrachten und zusammen mit den Piloten den Outside Check begleiten. Der Rundgang um das Flugzeug ist ein wichtiger Bestandteil der Pilotenroutine vor jedem Abflug. Dabei erfuhr er, worauf sie vor dem Abflug achten, und sah das Flugzeug aus einer Perspektive, die Passagieren normalerweise verborgen bleibt. Schon dieser Moment liess seine Augen leuchten. Kaum zu glauben, dass er wenig später im Cockpit Platz nehmen durfte.

Nach dem Boarding begrüsste Commander Marco Conrad die Passagiere, informierte über die Flugroute nach Porto und stellte die Cockpit Crew vor, auch Maodez. Seine Familie, die ebenfalls mit an Bord war, verfolgte die Durchsage und hielt den Augenblick stolz mit der Kamera fest.

«Maodez’ Lächeln hat uns daran erinnert, dass die schönsten Flüge oft diejenigen sind, die Herzen bewegen.»

Marco Conrad, Commander

Ein Platz mit Aussicht
Auf dem «Jumpseat», einem zusätzlichen Sitz im Cockpit, war Maodez ganz in seinem Element. Vor ihm befanden sich all die Anzeigen, Schalter und Instrumente, die er bisher aus Büchern und Videos kannte, nun aber zum ersten Mal live während eines echten SWISS Fluges erleben durfte. Nach dem Start in Zürich erklärten ihm die Piloten, wie die Navigation funktioniert, welche Informationen auf den Displays erscheinen und wie ein Flug vom Cockpit aus überwacht wird.

Für einen besonderen Moment sorgte der Blick auf das Navigationssystem. Dort entdeckte Maodez einen Wegpunkt, der als Überraschung nach ihm benannt war. Ein weiteres Highlight folgte beim Blick aus dem Cockpit: Gemeinsam suchten sie nach seiner Heimatregion am Genfersee und Vevey, seinem Zuhause. Für einen kurzen Augenblick verband sich seine Welt am Boden mit seinem Traum über den Wolken.

«Seine Begeisterung für die Fliegerei und die Freude in seinen Augen haben uns alle berührt und uns daran erinnert, wie inspirierend es ist, Träume zu leben und manchmal auch möglich zu machen.»

Giacomo Zollikofer, First Officer

Kurzer Stopp in Porto
Nach der Landung in Porto konnte Maodez beobachten, wie die Maschine direkt für den Rückflug vorbereitet wurde. Reinigung, Checks und weitere Abläufe griffen ineinander, damit der Flug nach Zürich pünktlich starten konnte. Gemeinsam mit seinen Eltern und seinem Bruder durfte er nochmals aufs Vorfeld. Dieses Mal begleitet von First Officer Giacomo Zollikofer, der ihm weitere Details am Flugzeug erklärte. Voller Begeisterung erzählte Maodez seiner Familie, was er im Cockpit erlebt hatte, und nutzte die Gelegenheit für weitere Erinnerungsfotos.

Auch auf dem Rückflug durfte Maodez wieder im Cockpit Platz nehmen und den Blick über den Wolken ein letztes Mal geniessen.

«Für mich war alles ein Highlight!»

Maodez

Ein Tag, der bleibt
Zurück in Zürich landete die Maschine sicher am Flughafen. Der Abschied vom Cockpit fiel Maodez schwer. Gleichzeitig gab er lächelnd zu, dass er müde sei und sich nun auf den Feierabend freue. Ein Tag als Pilot hatte ihm gezeigt, wie faszinierend dieser Beruf ist, aber auch, wie viel Vorbereitung, Konzentration und Teamarbeit dahinterstecken.

Dank des Engagements der Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe sowie der Unterstützung von SWISS und Skyguide wurden für Maodez zwei besondere Tage möglich: mit vielen neuen Eindrücken, unzähligen Erinnerungen und einem Blick hinter die Cockpittür, den er so schnell nicht vergessen wird.

die ganze Crew posiert mit dem Knaben vor dem Flugzeug
Die SWISS Crew, die Maodez’ Herzenswunsch möglich gemacht hat.

Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe
Die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe erfüllt seit 1993 Herzenswünsche von Kindern und Jugendlichen, die mit einer Krankheit oder Beeinträchtigung leben. Die Non-Profit Organisation erfüllt die innigsten Herzenswünsche von Kindern und schenkt der ganzen Familie abwechslungsreiche Ausflüge und unbeschwerte Freizeitaktivitäten. SWISS begleitet die Stiftung seit 2018 und konnte somit auch schon den ein oder anderen Stern vom Himmel holen.

 

Text: Mona Walder

Bilder: Sternschnuppe, SWISS

 

Publiziert am 19. Juni 2026