Am Schalter eines Reisebüros in Zürich sitzt eine Kundin und plant gemeinsam mit Reiseberaterin Annika ihre Ferien. Sonne, Meer, vielleicht eine Rundreise. Am Ende des Beratungsgesprächs kommt eine zusätzliche Frage: «Möchten Sie über die Möglichkeiten zur CO2-Einsparung bei Flugreisen erfahren?»
Beitrag zur zukünftigen Einsparung von CO₂-Emissionen
Bei Hotelplan beginnt nachhaltigeres Reisen im Dialog.
Als Reiseveranstalter haben sie den grössten ökologischen Einfluss im Flugverkehr ihrer Kund:innen– und genau hier setzen sie an. «Unser Ziel ist es, nachhaltigere Angebote zu ermöglichen, Technologien für verantwortungsvolleres Reisen zu fördern und unsere Kundinnen und Kunden transparent zu informieren», erklärt Desirée Schlanke, Filialleiterin von Hotelplan Uster.
Im Beratungsgespräch wird erläutert, was hinter nachhaltigem Flugtreibstoff (SAF) steckt, wie der Beitrag wirkt und wo dessen Grenzen liegen. Die Technologie wird greifbar. Nicht als allumfassende Lösung, sondern als aktuell vielversprechendem Hebel zur Reduktion der Klimawirkung im Flugverkehr.
Kund:innen können bei der Buchung ihrer Reise einen Beitrag leisten, sowohl online als auch im Reisebüro. Der individuell wählbare Betrag wird in der Offerte ausgewiesen und fliesst direkt in die Produktion und Weiterentwicklung nachhaltiger Flugtreibstoffe.
Seit der Einführung im Jahr 2023 enthält bereits jede dritte in den Filialen gebuchte Flugreise einen SAF-Beitrag. Viele Reisende fragen gezielt nach. Sie wollen wissen, wofür ihr Beitrag eingesetzt wird und welchen Effekt er erzielt.
Die Einstiegsszene im Reisebüro zeigt: Transparenz schafft Vertrauen. Und Vertrauen bewegt.
Einen anderen und ebenso effektiven Ansatz wählen Imbach Reisen und Vögele Reisen. CEO Martin Fehrlin ist es wichtig, «direkt zu handeln».
Bei ihnen ist SAF keine optionale Zusatzleistung mehr, sondern seit 2025 ein fester Bestandteil des Angebots. Der Beitrag ist direkt im Reisepreis enthalten, so dass die Kund:innen nichts extra auswählen müssen. Die Idee dahinter ist klar: Verantwortung soll nicht zur Zusatzentscheidung werden. Sie gehört zur Reise dazu.
Rückmeldungen zeigen, dass diese konsequente Haltung geschätzt wird. Viele begrüssen, dass Verantwortung aktiv in die Reise integriert wird.
Gemeinsam Wirkung erzielen
Ob als bewusst gewählte Option im Beratungsgespräch bei Hotelplan oder als integrierter Standard bei Imbach Reisen und Vögele Reisen: Sustainable Aviation Fuel ist neben weiteren Massnahmen wie Flottenmodernisierung, Optimierung des Flugbetriebs und Investitionen in Klimaschutzprojekte, einer der bedeutendsten Schlüssel für die Zukunft des Reisens.
Jede Wahl für verantwortungsvollere Optionen stärkt Innovation, fördert Investitionen und trägt dazu bei, Lösungen wie SAF Schritt für Schritt zum neuen Standard zu machen.
Gabriel Müller, Co-Head Corporate Responsibility SWISS: «Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit unseren Partnern Lösungen anzubieten, die über unsere eigenen Kanäle hinausgehen. Nur gemeinsam können wir die Skalierung von Technologien wie Sustainable Aviation Fuel vorantreiben und das Reisen nachhaltiger gestalten.»
Zurück zur Kundin im Reisebüro. Am Ende entscheidet sie sich für einen Beitrag. Für sie ist es nur ein kleiner Zusatz zur Buchung. Doch wenn viele diese Entscheidung treffen, entsteht daraus ein kraftvoller Hebel für die Zukunft des Fliegens.
Was sie tun können: Achten Sie bei Ihrer nächsten Buchung – egal ob direkt bei uns auf swiss.com oder bei Ihrem bevorzugten Reiseveranstalter – auf die verschiedenen Möglichkeiten zur CO₂-Einsparung bei Flugreisen.
Sustainable Aviation Fuels bei SWISS und der Lufthansa Group
Nachhaltige Flugtreibstoffe, sogenannte Sustainable Aviation Fuels (SAF), werden auf Basis erneuerbarer Energieträger hergestellt, wie zum Beispiel gebrauchte Speiseöle oder aus Abfällen der Agrarwirtschaft. SAF verursacht bei der Verbrennung zwar ähnliche CO₂-Emissionen wie herkömmliches Kerosin, über den gesamten Lebenstyklus hinweg sind seine Treibhausgasemissionen jedoch um mindestens 80 Prozent geringer.
Um zur CO2-Einsparung beizutragen, wird der Treibstoffbedarf auf Basis der geschätzten CO2-Emissionen eines Fluges berechnet. Genau diese Menge an SAF wird auf künftigen Flügen der Lufthansa Group eingesetzt.
Das in den Angeboten der Lufthansa Group eingesetzte SAF wird zusätzlich zur aktuell gültigen regulatorischen EU-SAF-Quote von 2 Prozent erworben. Innerhalb von sechs Monaten nach dem jeweiligen Flug wird es in den Flugbetrieb der Lufthansa Group integriert.
Die zur Herstellung von SAF eingesetzten Rohstoffe stehen nicht im Konflikt mit Nahrungs-oder Futtermitteln und unterliegen strengen Nachhaltigkeitskriterien, die in der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien (RED II) und der RefuelEU-Verordnung für den Luftverkehr festgelegt sind und von unabhängigen Auditoren geprüft werden.
Derzeit macht SAF weniger als 1 Prozent des weltweit verbrauchten Flugtreibstoffs aus und kostet etwa drei-bis fünfmal so viel wie fossiler Treibstoff. Die Lufthansa Group engagiert sich in zahlreichen Projekten, damit nachhaltige Flugtreibstoffe möglichst schnell in grösseren Mengen verfügbar werden.
Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Hotelplan, Imbach Reisen und Vögele Reisen.
Text: Nina Oltmann
Titelbild:Hotelplan Filiale Uster, Foto: Lisa Buscarini
Veröffentlicht am 20.03.2026