Vasastan: Wo hippe Familien zuhause sind
Vasastan, auch «Little Paris» genannt, lockt mit charmanten Cafés, kleinen Galerien und vielen Grünflächen und gilt als beliebtes Wohnviertel im Stadtbezirk Norrmalm. Die Stimmung ist entspannt, weniger touristisch als anderswo in Stockholm und dennoch hip.
Für Familien ist das Quartier eine willkommene Abwechslung. Kinder können sich auf dem Spielplatz austoben oder beim Minigolf im «Vasaparken» wieder etwas Ruhe finden. Im Winter verwandelt sich ein Teil des Parks in eine Eisbahn. Wer danach hungrig ist oder Lust auf eine Pause mit Parkblick hat, setzt sich ins «Bistro Guld» das Teil des «Sven-Harrys» Kunstmuseums ist. Dort ist die private Kunstsammlung des Bauunternehmers und Sammlers Sven-Harry-Karlsson zu sehen. Schon das moderne Goldhaus selbst ist ein Blickfang.
Unweit des Vasaparken ist ein weiterer Familienmagnet: der Flagshipstore von «Mini Rodini». Das nachhaltige Kinderlabel mit bunten Prints und dem markanten Panda mit Zylinder ist den meisten Eltern ein Begriff und lädt zum Entdecken der neuesten Kollektionen und Klassikern ein.
Norrmalm: Am Puls der Innenstadt
Norrmalm ist das Herz von Stockholm. Lebendiges Treiben, Einkaufen und pulsierendes Stadtleben gehören in diesem Stadtteil zum Programm. Wer zentral wohnen möchte, findet im «Generator Hostel» eine preisgünstige und unkomplizierte Homebase mit super leckerem Frühstück wie Bowls, Eierspeisen und Pancakes.
Wem Komfort wichtig ist, findet im «Downtown Camper» by Scandic eine stilvolle Alternative. Unweit der Hotels befindet sich die «Ice-Bar», wo man während 45 Minuten ein Gefühl für polare Temperaturen Nordschwedens bekommt. Hier ist alles aus Eis, auch die Trinkgläser, und die Temperatur ist konstant bei -5 °C. Die Besucher:innen erhalten Handschuhe und einen warmen Umhang, damit niemand frieren muss. Eine der berühmtesten und zugleich längsten Einkaufsstrassen Stockholms ist die Drottninggatan, die stellenweise zur Fussgängerzone wird und so besonders angenehm zum Flanieren und Shoppen ist.
Auf keinen Fall sollte man die «Oceanbus Tour» verpassen. Auch wenn es extrem touristisch anmutet: Kein anderes Angebot bringt Stockholm auf so erfrischende Art und Weise näher, wie die Tourguides des Amphibienbusses mit dem Hai-Lachen. Fun fact: Sobald der Bus am Flussufer angekommen ist, fährt er einfach ins Wasser hinein und verwandelt sich in ein Boot. Ein Erlebnis, von dem man lange erzählen wird. Was nicht nur bei Instagram gut aussieht, sondern auch in Wirklichkeit gut schmeckt: Süsses und herzhaftes von «Mr. Cake».
Gamla Stan: Im mittelalterlichen Labyrinth
Kopfsteinpflaster, enge Gassen, bunte Fassaden und mittelalterliche Bauten. Die Altstadt Gamla Stan erinnert an einen Spaziergang durch ein Märchenbuch aus alten Zeiten. Hier steht auch der Royal Palace, die offizielle Residenz der schwedischen Königsfamilie. Es gilt als eines der grössten europäischen Schlösser mit über 600 Räumen, Museen und der täglichen Wachablösung. Gamla Stan erkundet man am besten zu Fuss, Autos gibt es hier zum Glück kaum, dafür ganz viele Souvenirshops, wo man sich mit Wikingerhüten, Pippi Langstrumpf Küchentüchern oder Mumin-Tassen eindecken kann.
Wer genauer hinschaut, entdeckt auch kleine Geschäfte mit handgemachten Bonbons und typisch schwedischen Leckereien, wie Lakritz oder Chokladbollars. «Konfektyr & Glass» ist so ein Shop, an dem man als Schleckmaul kaum vorbeikommt. Wem die Süssigkeiten noch nicht verleidet sind, findet in der Eisdiele von «StikkiNikki» aussergewöhnliche Eissorten mit biologischen Zutaten. Diese gibt es auch in weiteren Stadtteilen Stockholms. Ebenso die Filialen von «Fabrique». Wer in die gemütlich-rustikalen Locations eingekehrt, findet für jeden Geschmack das passende Gebäck, welches von Hand im Steinofen gebacken wird. Besonders gut schmecken die Zimtschnecken und das Sauerteigbrot.
Södermalm (SoFo): Trendig, aber doch entspannt
Gerade für designaffine Menschen und solche, die gerne neue Trends entdecken, ist Södermalm, insbesondere das Viertel SoFo (South of Folkungagatan) ein Muss. Mit seinen coolen Vintageshops, bunten Cafés, hippen Restaurants und Shops im «Scandi Style». Die Grossen sollten den «Grandpa Store» mit seinen angesagten Looks, Accessoires und Einrichtungsstücken besuchen. Vintage-Liebhaber:innen werden in «Stockholms Stadsmission» oder bei «Lisa Larsson» fündig, eine kleine Auswahl für Kinder und viel Tolles für Erwachsene findet man bei «Reysmarket».
So viel Shopping macht hungrig. Für Sandwiches, Salate und Snacks kehrt man im «Lykke Nytorget» Café ein. Wer sein Ikea-Erlebnis toppen will, geht zu «Meatballs for the people» und probiert nach Lust und Laune Hackbällchen in allen Varianten. Neben Elch und Bär gibt es auch vegetarische und weniger exotische Varianten. Hübsche Mitbringsel kauft man bei «Pärlans Konfektyr», wo Karamell noch von Hand gerührt wird und hübsch verpackt in kleinen Boxen auf die Theke kommt. Am besten gut verstauen, sonst schaffen sie es nicht bis nach Hause.
Djurgården: Museumsinsel und Freizeitpark
Keine Reise nach Stockholm ohne Djurgården. Die Insel ist ein Paradies für Familien, denn hier konzentrieren sich die spannendsten Museen und Attraktionen. Allen voran das «Vasa Museum», in dem das fast vollständig erhaltene Kriegsschiff «Vasa» aus dem 17. Jahrhundert steht. Schwedens grösstes Kriegsschiff sank 1628 auf seiner Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen. Die Fahrt dauerte lediglich 20 Minuten. Ein Besuch im Museum ist genauso spektakulär wie die Geschichte selbst.
Für kleinere Kinder ist das Kinderkulturzentrum «Junibacken» ein Must. Hier begegnen sie in einer begehbaren Spielwelt ihren Heldinnen und Lieblingsfiguren, wie Pettersson und Findus, den Mumins und natürlich Pippi Langstrumpf. Im «Restaurang Junibacken» gibt es Klassiker wie Pfannkuchen und Fleischbällchen. Zum Abschluss fährt man im «Story Train» durch Astrid Lindgrens Welten. Wer wildere Fahrten bevorzugt, kommt im «Freizeitpark Gröna Lund» auf seine Kosten. Er ist der älteste Europas und bietet eine Mischung aus modernen Attraktionen und nostalgischen Fahrgeschäften.
Transportmittel:
SWISS fliegt mehrmals täglich nach Arlanda Airport. Der Flug dauert etwa 2 Stunden und 30 Minuten. Vom Flughafen nimmt man am besten den Arlanda Express. Reisende erreichen damit in 20 Minuten den Hauptbahnhof. Auch am Flughafen selbst gibt es zahlreiche Shops. Perfekt, um all das nachzuholen, was man in der Stadt vielleicht verpasst hat.
U-Bahn, Busse, Trams und Fähren. Entweder man kauft sich eine SL-Access-Card oder lädt sich die App aufs Handy. Kinder unter 12 Jahren fahren in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen kostenlos. Tipp: Je nach Alter der Kinder und Anzahl der Familienmitglieder kommt es mit Uber günstiger, da die ÖV-Tickets verhältnismässig teuer sind.
Beste Reisezeit:
Das ganze Jahr. Im Sommer locken lange Tage und Aktivitäten unter freiem Himmel, im Winter wird es dafür sehr gemütlich – vor allem in der Vorweihnachtszeit.
Für weitere Informationen besuche: visitstockholm.com & visitsweden.de
Text: Claudia Jucker
Titelbild: Ola Ericsson / imagebank.sweden.se
Veröffentlicht am 8. Oktober 2025