«Prost!», «Santé!», «Salute!» – egal, in welchen Ecken in der Schweiz man sich umschaut, eines wird überall gleichgetan: das Zelebrieren des Apéros. Dafür tischen die Gastgebenden gerne üppig auf, mit Salzgebäck, Käse, Trockenfleisch, Nüsse, Gemüse-Dips – und natürlich begleitet von einem Glas Weisswein, Prosecco oder Orangensaft. Beim Apéro geht es jedoch nicht vorrangig ums Sattwerden, sondern vielmehr ums gemütliche Zusammensein. Die Gäste tauschen sich aus, nehmen sich Zeit, und geniessen dabei ein paar Leckereien. Was anfänglich als Ritual in der Oberschicht begann, hat sich bis heute in der breiten Bevölkerung durchsetzen können. Dabei braucht es nicht immer unbedingt einen Anlass wie Geburtstage oder Jubiläen, das Leben kann auch einfach so gefeiert werden. Benedict Fanconi, Head of Catering Operations & Logistics wollte diese tief verwurzelte Schweizer Tradition auch im Kulinarikprogramm von SWISS abbilden. «Diese Apéro-Kultur, die wir in der Schweiz so zelebrieren, wollten wir unseren Gästen näherbringen.» So kam das «Cold Cuts Platter» in das SWISS Saveurs Menü auf Kurzstreckenflügen.
Für Sammelfreudige und Heimatliebhaber:innen
Mit dem Cold Cuts Platter erwartet die Gäste eine Überraschung. Neben dem kulinarischen Teil – eine Auswahl an Trockenfleischspezialitäten, Essiggurken und Silberzwiebeln – bekommt der Gast ein Holzbrettli dazu, auf dem er den Apéro geniessen und welches er nach dem Flug als Andenken nach Hause nehmen kann. Auf dem Brettli sind Schweizer Traditionen eingebrannt. Es existieren insgesamt sieben verschiedene Motive – wer also Vielflieger:in ist, hat die Chance, die gesamte Kollektion zu sammeln. Die Motive sind so gewählt, dass sie die vielfältigen Regionen der Schweiz repräsentieren, samt den diversen Traditionen, die in diesen gefeiert werden. Für Brand Designer Damian Hess bedeutete dies, tief in die Schweizer Kultur einzutauchen: «Das Faszinierende war, diese teilweise jahrhundertealten Traditionen auf eine moderne, zeitgenössische Art und Weise zu interpretieren.»
Ein Besuch bei Walter Nef – und dem Ursprung der Brettli
Damit nicht nur Swissness «drauf», sondern auch Swissness «drin» ist, hat sich das Hospitality-Team von SWISS bewusst für einen lokalen Produzenten entschieden. Die Holzbrettli werden nicht etwa per Frachter auf langen Wegen in die Schweiz verschifft, sondern auf kurzen Wegen aus dem Zürcher Oberland nach Kloten gefahren. Nach einem idealen Lieferanten fündig geworden ist das Team im idyllischen Bauma bei Nef Holzwaren – ein Betrieb mit 50 Jahren Geschichte. Nef Holzwaren ist immer noch in den Händen seines Gründers Walter Nef, der auch heute noch gerne selbst in der Werkstatt anpackt. Zusammen mit einem Team von neun Personen produziert Nef Holzwaren in einer überschaubaren Werkstatt kleine und grosse Produkte aus Holz. Das Holz für die Holzbrettli beziehen sie aus der nahen Umgebung. Etwas, das für Walter Nef essenziell ist: «Nur so können wir mit jeder Faser, die wir haben, dahinterstehen.»
Auch für ein «simples Holzbrettli» sind einige Werkschritte nötig: Zuschneiden, Schleifen, und am Schluss die Krönung, das Einbrennen des Motivs. Die richtige Technik und Brenndauer sind dabei wichtig, damit das Motiv die perfekte Farbe annimmt, und nicht zu hell, zu dunkel oder zu stark eingebrannt ist. Jedes Brettli wird von einem Mitarbeiter unter die Schablone gelegt, und der Brennkolben Brettchen für Brettchen von Hand betätigt. Solche Verfahren sind bei den heutigen Anforderungen an die Produktion nicht selbstverständlich, wo doch alles immer schneller, effizienter und günstiger gehen soll. Da ist es erfrischend, wenn für einmal ganz andere Werte zählen: Lokal, handgemacht, traditionsreich.
Einblick in gelebte Schweizer Kultur
Die Motive sind eine subtile Einladung, tiefer in die Schweizer Kultur einzutauchen. In eine Schweiz, die nicht auf den ersten Blick sichtbar ist, aber das Leben der Einheimischen stark prägt. Sie sind über viele Generationen weitergegeben worden und Teil der Identität geworden. Walter Nef glaubt, dass das auch etwas sei, was die Touristen aus aller Welt an der Schweiz schätzen. «Sie sehen, dass hier auch noch das ursprüngliche Leben gepflegt wird.»
Benedict Fanconi ist besonders von den Sylvesterchläusen im Appenzell fasziniert. Diese Tradition wird zwei Mal im Jahr, dicht nacheinander, gefeiert. Entstanden ist dies aus einem konfessionellen Streit im 16. Jahrhundert, als der damalige Papst den gregorianischen Kalender einführen wollte, der heute Standard ist. Damals fanden die Appenzeller Ausserrhoder dies keine gute Idee, und weigerten sich, ihren alten julianischen Kalender mit Silvester am 13. Januar aufzugeben. Bis heute wird im Appenzeller Hinterland noch zweimal ins neue Jahr gefeiert.
Lust auf Apéro gekriegt?
Wer nun also ein Stück Schweizer Tradition erleben möchte, der kann das «Cold Cuts Platter» auf seinen nächsten SWISS Kurzstreckenflug vorbestellen. Doch keine Sorge – auch ein spontaner Apéro an Bord ist möglich. Tipp von Benedict Fanconi: Das Apéro-Plättli lässt sich hervorragend zu zweit geniessen, am besten mit Begleitung von einem feinen Wein.
Text: Sara Thenen
Bilder: Bohdan Barabash, McQueen Films
Publiziert am: 24. Juli 2025