Zwei Welten, eine Stimme: Mitarbeiterin Yordanos zwischen Technik und Musik

Ob im Hangar oder vor dem Mikrofon: Yordanos Pandiani kennt beide Welten. Bei SWISS übersetzt sie als Kommunikationsmanagerin technische Inhalte in klare Botschaften. Nach Feierabend steht sie als Sängerin auf der Bühne. Zwei Talente, eine Haltung: Menschen und ihre Geschichten sichtbar machen.

Wenn Yordanos lacht, leuchten ihre dunkelbraunen, mandelförmigen Augen, besonders, wenn sie von SWISS erzählt. «Ja, ich habe definitiv Kerosin im Blut», sagt sie. Ihre Verbindung zur Airline ist mehr als beruflich, sie ist eine Herzensangelegenheit.

An diesem Montagmorgen sitzt Yordanos an ihrem Arbeitsplatz an der Obstgartenstrasse in Kloten. Auf dem Bildschirm: Mails, Kommunikationspläne, Meetings mit Schnittstellen. Ein kurzer Check, ein Blick auf den Kalender. Die Woche ist strukturiert, dennoch alles andere als eintönig. Immer mal wieder zieht es sie hinaus in den Hangar am Flughafen Zürich. Dorthin, wo Flugzeuge gewartet werden, Flugzeugmechaniker:innen schrauben, prüfen und Prozesse absichern und wo eben auch Geschichten entstehen. «Hier spürt man, wofür man arbeitet», sagt sie.

«Bei SWISS spürt man, wofür man arbeitet.»

Yordanos Pandiani
Kommunikationsmanagerin SWISS TechOps & Sängerin
Manchmal reicht Yordanos der Blick aus dem Bürofenster nicht. Dann geht es für sie hinaus aufs Flughafengelände, dorthin, wo unsere Flugzeuge gewartet und vorbereitet werden.
Manchmal reicht Yordanos der Blick aus dem Bürofenster nicht. Dann geht es für sie hinaus aufs Flughafengelände, dorthin, wo unsere Flugzeuge gewartet und vorbereitet werden.

Von der Medienstelle bis zur Berufung

Ihre Reise bei SWISS begann 2019 mit einem Praktikum in der Medienstelle. Danach wechselte sie extern in die Unternehmenskommunikation einer anderen Firma. Ein logischer Karriereschritt. Und doch blieb ein Gefühl der Unvollständigkeit. «Innerlich war ich immer mit SWISS verbunden», sagt sie. «Zu den Menschen, zum Reisen, zum Spirit.»

Sie nennt es rückblickend eine Art Fernbeziehung. Eine, die nie wirklich endete. Das Fernweh blieb. Es zog sie nach Bali, Australien und Vietnam. Nicht mit klassischem Rucksack, sondern mit Reisetasche auf Rollen. «Ich bin nicht die klassische Backpackerin», sagt sie schmunzelnd. «Ein bisschen Komfort darf schon sein.» Als sich 2024 die Chance ergab, zu SWISS zurückzukehren, zögerte sie nicht.

Technik verstehen und übersetzen

Heute berichtet sie als Kommunikationsmanagerin aus der Welt der TechOps. Ein Bereich, in dem tägliche Checks, Flugzeugwartung und Sicherheit oberste Priorität haben, damit alles für den sicheren Betrieb vorbereitet ist. Und ein Bereich, in den sie ohne technischen Hintergrund gestartet ist. «Das war anfangs komplettes Neuland für mich», erzählt sie. «Aber genau das hat mich gereizt.»

Ihr Rezept: zuhören, nachfragen, Abläufe verstehen und Klarheit schaffen. Ob bei Projekten wie einem Imagefilm zur Gewinnung neuer Fachkräfte für das Maintenance‑Team oder internen Kampagnen: Yordanos richtet den Fokus immer darauf, komplexe technische Prozesse verständlich zu machen und die Menschen hinter der Technik sichtbar werden zu lassen. «Die Flugzeugwartung und alles, was damit kommt, ist alles andere als trocken. Wenn man genauer hinschaut, stecken darin unglaublich viele, spannende Geschichten.»

«In der Technik gibt es viele spannende Geschichten zu erzählen.»

Yordanos Pandiani
Zu Yordanos Arbeit als Kommunikationsmanagerin gehört auch die Moderation interner Veranstaltungen.
Zu Yordanos Arbeit als Kommunikationsmanagerin gehört auch die Moderation interner Veranstaltungen.

Zwischen Herkunft und Heimat

Geboren und aufgewachsen ist Yordanos im Kanton Glarus. Doch die Wurzeln ihrer Familie liegen in Tigray, Äthiopien. Weil sie selbst zwischen unterschiedlichen Welten aufgewachsen ist, erkennt sie schnell, was Menschen bewegt und wie man sie erreicht. Für das Kommunikationsstudium zog sie nach Zürich. Vom Bergtal in die Stadt, und vom Glarner Dialekt zum Zürcher. «Ein bisschen anpassen musste ich ihn schon», sagt sie und schmunzelt.

Mixed Flames: Musik als Statement

Musik begleitet Yordanos seit ihrer Kindheit. «Wenn ich singe, dann bin ich glücklich.» Als Jugendliche sang sie im Glarnerland in verschiedenen Chören, Sologesang oder mit ihrer Glarner Band, die es seit ihrer Gymnasiumszeit gibt. In Zürich wollte sie während des Studiums unbedingt weitermachen und schloss sich 2015 einem Zürcher Musikprojekt an.

Dort lernte sie auch ihre heutigen Bandkolleginnen kennen: Andjela, Marlou, Perissa und Yanê Luar. Fünf Frauen, fünf Hintergründe, fünf Stimmen. Gemeinsam bilden sie seit 2017 Mixed Flames, eine Girlgroup, die Vielfalt nicht nur lebt, sondern hörbar macht. «Der Name passt perfekt», sagt Yordanos. «Wir stehen für Diversität und Empowerment. Das bringen wir auch in unserer Musik zum Ausdruck.» Ihr Sound verbindet Pop, Soul und jazzige Elemente: warm, kraftvoll, persönlich. Die Songs erzählen von Nähe, Stärke und Zusammenhalt, geprägt von den Erfahrungen der Bandmitglieder.

Mit ihrer neuen Single «That Thing» zeigen Mixed Flames erneut, wie aus individuellen Geschichten ein gemeinsamer Klang entsteht. «Wir bringen unsere Perspektiven zusammen», sagt Yordanos. «Das macht unsere Musik echt.» Und schon steht der nächste Höhepunkt bevor: Am 6. März 2026 erscheint ihr erstes Album Butterflies & Bruises. Für die Band ein aufregender Meilenstein.

Mit Haltung zur grossen Bühne

Yordanos beschreibt sich als strukturiert und organisiert: Listen, Prioritäten, Planung. Bei SWISS koordiniert sie Projekte, und auch für die Band übernimmt sie Verantwortung, betreut Bookings, Website und Newsletter. «Ich fuchs mich da einfach rein», sagt sie. «Ich habe eine Sofort-Erledigen-Mentalität: Was ansteht, packe ich an.»

Ehrgeizig ist sie, die Ziele klar gesteckt. «Die grosse Bühne und den eigenen Song im Radio zu hören», sagt sie, ohne zu zögern. Doch dabei wirkt sie nicht getrieben, sondern fokussiert und geerdet. Vor Kurzem hat sie ihre Jugendliebe geheiratet. Ihr Mann unterstützt sie auf ihrem Weg, teilt ihre Reiselust und hilft ihr, die Balance zwischen Beruf, Musik und Privatleben zu halten.

«Ich fühle mich bei SWISS sehr wohl. Ich habe hier meinen Platz gefunden», sagt sie und man nimmt ihr jedes Wort ab. Sicher ist jedenfalls eines: diese Stimme wird uns noch lange begleiten. Vielleicht schon bald aus dem Radio, wo sie ihre Geschichte weiterträgt.