Wie der Winterthurer Hot Dog von «Frau Hund» seinen Weg in SWISS First fand

Ein Winterthurer Hot Dog trifft auf die exklusivste Kabinenklasse von SWISS. Chris und Alex, die Mitgründer von «Frau Hund» erzählen, wie die Zusammenarbeit mit ihnen zustande kam: eine Geschichte über geteilte Ansprüche, echtes Handwerk und die Freude daran, ein vertrautes Gericht in einem völlig neuen Kontext zu erleben.

Chris Maurer und Alex Prack sind gelernte Köche. Sie haben in Küchen gearbeitet, in denen Präzision und Prestige selbstverständlich sind. Und dann haben sie sich entschieden, Hot-Dogs zu machen. «Wir haben ein Produkt gewählt, das in der Gesellschaft etwas verpönt ist, oder bei dem es noch nicht so gute Produkte gibt», sagt Chris. Die Mission war klar: ein Hot-Dog, der qualitativ hochwertig ist und als Premiumprodukt wahrgenommen wird.

Frau Hund steht heute für ein Produkt, das sich selbst nicht erklären muss. Die Wurst kommt vom lokalen Metzger, immer aus Schweizer Fleisch. Das Brot ist nicht irgendein Brot, sondern ein Mehrkornbrot, ebenfalls aus der Schweiz. Sauerkraut, Apfel-Chutney und die übrigen Beilagen werden selbst produziert – in Chargen von bis zu zwei Tonnen, jede einzeln degustiert, erst nach der persönlichen Abnahme portioniert, verpackt, pasteurisiert und schockgefrostet. Was von aussen nach Fast Food aussieht, ist von innen konsequente Handwerksarbeit.

Als die Anfrage von SWISS kam, war die Reaktion eindeutig. «Wir waren sehr stolz, dass wir auf dem Schirm von SWISS waren», sagt Alex. Für ein Label, das klein angefangen hat und sich von unten hochgearbeitet hat, bedeutete die Zusammenarbeit mehr als einen neuen Vertriebskanal. Eines der Ziele der beiden ist, überall in der Schweiz präsent sein zu können. Mit dem Auftrag von SWISS hat sich dieser Anspruch in ganz andere Dimensionen entwickelt: «Jetzt können wir unsere Hot-Dogs sozusagen auf der ganzen Welt streuen.»

Ein Produkt, das für den Take-Away-Kiosk entwickelt wurde, muss für die Kabine neu gedacht werden – zumindest teilweise. Der erste Instinkt war, die «Deutsche Dogge» an Bord zu bringen, einer der Klassiker im Frau-Hund-Sortiment. Die Entwickler von Gate Gourmet meldeten jedoch zurück, an Bord sei etwas Bekömmlicheres besser geeignet. Kein Problem: Frau Hund hat einen anderen Hot-Dog von ihrem Menü, den «Bastardo» ins Rennen geschickt, mit Coleslaw, Apfel-Chutney, Sourcream & gerösteten Baumnüssen.

Das Produkt selbst blieb unangetastet. Wurst, Brot, Zutaten – alles nach Originalrezeptur. Was aber angepasst werden musste, war der Schnitt im Brot. Beim Tasting konnte die nachgestellte Version von Gate Gourmet geschmacklich sofort überzeugen, doch das Anrichten bereitete Sorgen: Der Hot-Dog, welcher bei «Frau Hund» in einem Hot-Dog-Karton daherkommt, kippte auf dem First-Class-Porzellanteller um, und liess sich nicht sauber präsentieren. Für Chris und Alex war das keine Kleinigkeit. «Wenn der Hot-Dog verschmiert ist und Sachen rausfallen, entspricht das nicht unserem Standard», sagt Chris. Die Lösung war pragmatisch: ein angepasster Schnitt, damit der Hot-Dog steht und sich auch im SWISS First Setting sauber und appetitlich anrichten lässt. «Danach waren eigentlich alle Zweifel für uns vorbei.»

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Der fertige «Bastardo», serviert im Take-Away-Shop von Frau Hund.

Derselbe Hot-Dog, anderes Umfeld – und genau das ist der Punkt. «Uns ist wichtig, dass ein Hot-Dog auch anders sein kann», sagt Chris. Viele Menschen haben einen billigen Kiosk-Hot-Dog im Kopf. Frau Hund will zeigen, dass es auch anders geht: mit ausgewählten Zutaten, mit Sorgfalt, mit einem Ergebnis, das überrascht. Dass dieser Anspruch nun auch in der Luft ankommt, ist eine Bestätigung, dass die Idee von Anfang an gestimmt hat.

Der «Bastardo» von Frau Hund ist vom 3. Juni bis am 1. September in SWISS First, auf allen Flügen abfliegend aus der Schweiz, erlebbar.

Text: Sara Thenen

Bilder: Jenny Messikommer