Sehenswürdigkeiten
Gyeongbokgung Palast
Ein Besuch in Seoul wäre ohne den Gyeongbokgung Palast nicht komplett. Die weitläufige Palastanlage aus dem Jahr 1395 war die Hauptresidenz der Joseon-Dynastie und ist der grösste der fünf königlichen Paläste der Stadt. Inmitten der historischen Gebäude liegt ein idyllischer Weiher, der zum Verweilen einlädt. Nach schweren Zerstörungen im 16. Jahrhundert wurde der Palast sorgfältig rekonstruiert. Heute beherbergt der westliche Teil das Nationale Palastmuseum Koreas, während sich im östlichen Bereich rund um den Hyangwonjeong-Pavillon das Nationale Volksmuseum Südkoreas befindet.
Bukchon Hanok Village
Im Bukchon Hanok Village tauchen Besucher:innen tief in die Geschichte Koreas ein. Mehr als 900 traditionelle Hanok-Häuser aus der Joseon-Dynastie prägen das Viertel. Einst von Adligen und hohen Beamten bewohnt, dienen einige der Häuser noch heute als Wohnraum, andere beherbergen Restaurants, Kunstgalerien oder traditionelle Werkstätten. So verbindet Bukchon auf charmante Weise historisches Erbe mit modernem Leben.
Namsan Seoul Tower
Eines der bekanntesten Wahrzeichen Seouls ist der Namsan Seoul Tower. Mit der Seilbahn geht es bequem auf den Berg Namsan. Oben angekommen, geniessen Besucher:innen einen weiten Panoramablick über die Stadt. Auch der umliegende Namsan-Park lohnt einen Spaziergang und bietet eine grüne Oase mitten in der Metropole. Wer es sportlich mag, kann den Samsan Seoul Berg auch erwandern.
Dongdaemun Design Plaza (DDP)
Ein architektonisches Highlight der Stadt ist das Dongdaemun Design Plaza (DDP). Der futuristische Bau der britisch-irakischen Stararchitektin Zaha Hadid besticht durch seine organische Formensprache. Bereits von aussen ist das Gebäude ein Blickfang, doch auch im Inneren laden wechselnde Ausstellungen, Shops und Conceptstores zum Entdecken ein. Besonders beeindruckend ist die Fassade aus rund 45 000 individuell gefertigten Aluminiumplatten, die das DDP je nach Lichtstimmung immer wieder anders wirken lässt.
Hoch hinaus geht es im Seoul Sky Observatory im Lotte World Tower. Von hier eröffnet sich ein spektakulärer Rundblick über die Stadt – ein perfekter Ort für unvergessliche Fotos.
Gannam Style beim COEX Center
2012 eroberte der Rapper PSY mit seinem weltweiten Hit und dem ikonischen «Horse Dance» die internationalen Charts und machte K-Pop auch ausserhalb Südkoreas bekannt. Im Gangnam-Quartier, gleich neben dem COEX Convention & Exhibition Center, erinnert heute eine fünf Meter hohe goldfarbene Skulptur in der typischen «Horse Ride»-Pose an diesen Popkulturmoment. Sie symbolisiert Seouls Selbstverständnis als moderne, digitale und kreative Metropole.
Direkt unter dem COEX Center befindet sich mit der Starfield COEX Mall die grösste unterirdische Shoppingmall Asiens – so gross wie rund 15 Fussballfelder. Ein besonderes Highlight ist die beeindruckende Starfield Library, die Shopping und Kultur auf einzigartige Weise verbindet.
Ausgehmeile Itaewon
Das multikulturelle Viertel Itaewon gilt als die Ausgehmeile Seouls. Entlang der Strasse reihen sich Restaurants, Karaoke-Bars und kleine Souvenirshops aneinander. Tagsüber eher ruhig, erwacht das Quartier erst nach Einbruch der Dunkelheit zum Leben und zieht Nachtschwärmer aus aller Welt an.
Shopping für die Jungen
Die junge Generation in Korea gilt als äusserst trendbewusst – sei es in Mode, Design oder Accessoires. Entsprechend entstehen immer wieder neue Szeneviertel. Besonders angesagt ist derzeit Seongsu, ein kreatives Quartier in einer ehemaligen Industriezone, das oft mit Brooklyn verglichen wird. Hier finden sich Pop-up-Stores mit originellen Produkten, individuell gestalteten Handyhüllen, Anime-Schlüsselanhängern oder farbenfrohen Plüschkreationen. Daneben locken Fashion-Shops mit limitierten Kollektionen ebenso wie traditionelle Geschäfte, etwa für koreanische Kalligrafie.
Food Tipps
Alle Sinne berührt
Der Gwangjang Market, gegründet 1905, gehört zu den ältesten traditionellen Märkten Koreas. Der Name bedeutet sinngemäss «aus der Ferne zusammenkommen und zusammenbleiben». Was einst als kleiner Handelsposten begann, ist heute ein lebendiger Grossmarkt mit riesiger Food-Halle. Die Vielfalt der Düfte und Speisen ist überwältigend. Eine geführte Food-Tour mit lokalem Guide ist sehr zu empfehlen. Unbedingt probieren: Mayak Gimbap, die «süchtig machenden» Reisbällchen, Bindaetteok, ein knuspriger Mungbohnen-Pancake, sowie Tteokbokki, scharfer Reiskuchen. Mutige kosten auch Sundae, die koreanische Blutwurst, oder rohes Rindfleisch mit Ei.
Süsse Versuchung
Süsses spielt in Korea eine grosse Rolle und soll nicht nur schmecken, sondern auch optisch begeistern. Der sogenannte «Instagrammability Faktor» ist entscheidend. In einer Mikrobäckerei im Seongsu-Quartier werden ausschliesslich kleine, liebevoll gestaltete Teigbärchen mit Vanille- oder Milchcrème hergestellt. Die Nachfrage ist gross, die Warteschlangen entsprechend lang.
Brutzelnde Schweinelende
Ein kulinarischer Klassiker ist Korean Barbecue. Empfehlenswert ist beispielsweise das Restaurant JD BBQ in Itaewon. An kleinen runden Tischen wird auf einem Holzkohlegrill direkt am Platz gegrillt. Das Personal bereitet zarte Schweinelende zu und schneidet sie mit der Schere in mundgerechte Stücke. Dazu werden Kimchi, Reis und würzige Saucen serviert. Im Glas: koreanisches Bier, Soju oder Makgeolli, ein milchiger, leicht perlender Reiswein.
Do’s and Don’ts in Süd Korea
Do: Stilvoll begrüssen
Eine leichte Verbeugung ist in Korea die gängige Art, Respekt zu zeigen – sei es zur Begrüssung, zum Dank oder zur Verabschiedung. Es muss kein tiefer Knicks sein, ein dezentes Kopfnicken genügt. Händeschütteln ist möglich, aber eher formell.
Do: Dinge mit beiden Händen überreichen
Ob Geschenke, Kreditkarten oder Visitenkarten – in Korea gilt: Immer mit beiden Händen überreichen oder die rechte Hand nutzen und die linke dabei unterstützend an den Arm legen. Das wirkt höflich und zeugt von Respekt.
Do: Schuhe ausziehen
Beim Betreten eines privaten Haushalts, von traditionellen Restaurants oder Unterkünften bitte die Schuhe ausziehen. Hausschuhe werden meist bereitgestellt. Wer einfach mit Strassenschuhen durchmarschiert, gilt als unachtsam oder gar respektlos.
Don’t: Reservierte Plätze ignorieren
In den öffentlichen Verkehrsmitteln sollte man sich nie auf Sitze setzen, die für Personen mit Beeinträchtigung oder Schwangere reserviert sind. Auch wenn die U-Bahn oder der Bus voll ist.
Don’t: Laut sein in der Öffentlichkeit
Lautes Sprechen, Lachen oder gar Schimpfen in der Öffentlichkeit wird schnell als ungehobelt empfunden. In Korea gilt Zurückhaltung als Tugend – insbesondere in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Warten in der Schlange.
Don’t: Tischmanieren missachten
Beginne nicht vor der ältesten Person am Tisch mit dem Essen. Und vermeide unbedingt, Stäbchen senkrecht in den Reis zu stecken. Dies erinnert an Rituale für Verstorbene und gilt als grosses Tabu.
Fly SWISS
Alle Fluginformationen zu Seoul sowie weiteren Destinationen ab Zürich und Genf finden Sie auf swiss.com. SWISS fliegt ab dem 29. März 2026 drei Mal pro Woche mit dem brandneuen Airbus A350 und modernstem Kabinen-Interieur direkt nach Seoul.
Text & Bilder: Reto Hoffmann
Publiziert am 22.01.2026