SWISS Taste of Switzerland: Ein Land, vier Geschmackswelten

Im SWISS Senses Special unseres Kulinarikprogramms SWISS Taste of Switzerland bringen wir vier der renommiertesten Köch:innen des Landes an Bord. Entdecke ihre Werdegänge, Leidenschaft und Philosophie, und lass dich von ihren Lieblingsrezepten inspirieren. So findet vielleicht schon bald ein Stück Schweizer Spitzenküche den Weg zu dir nach Hause.

SWISS Taste of Switzerland SWISS Senses Special mit Lorenzo Albrici

SWISS Taste of Switzerland: SWISS Senses Special
Von September 2025 bis Februar 2026 dürfen sich Gäste in SWISS Business und SWISS First auf kulinarische Kreationen von vier Spitzenköch:innen und Restaurants freuen. Tanja Grandits, Olivier Jean, Lorenzo Albrici und das renommierte Alpenresort Badrutt’s Palace Hotel vertreten dabei die vier Sprachregionen der Schweiz. In SWISS Premium Economy sind ausgewählte Gerichte ebenfalls von den Kreationen der Köch:innen inspiriert.

Im Rahmen des SWISS Senses Specials blicken wir hinter die Kulissen. Erlebe italienische Tradition verbunden mit französischer Finesse, entdecke das ikonische Badrutt's Palace im luxuriösen Alpental St. Moritz, lass dich von der Leidenschaft von Chefkoch Olivier Jean inspirieren, dessen Küche von saisonalen Produkten und der wunderschönen Landschaft rund um den Genfersee geprägt ist, oder begleite uns nach Basel mit Tanja Grandits, der «besten Köchin der Schweiz», deren monochrome Küche längst zu einem Markenzeichen der Schweizer Gastronomie geworden ist.

Lorenzo Albrici, Locanda Orico, Bellinzona
Lorenzo Albrici entdeckte seine Leidenschaft für das Kochen bereits in seiner Kindheit, inspiriert durch das Hotel seiner Grosseltern. Nach Abschluss seiner Kochlehre und wertvollen Erfahrungen in den besten Küchen der Schweiz und im Ausland – darunter die legendäre Küchenbrigade von Frédy Girardet – kehrte er zu seinen Wurzeln zurück. 1998 eröffnete er das Restaurant Locanda Orico in Bellinzona, seiner Geburtsstadt.

Er verwirklichte seinen Lebenstraum, ein eigenes Restaurant zu führen, und erhielt dafür 16 Gault-Millau-Punkte und einen Michelin-Stern. Im Restaurant Locanda Orico präsentiert er eine Küche, die seine Philosophie widerspiegelt: regional, saisonal, raffiniert und voller Leichtigkeit.

Seine Kreationen verbinden mediterrane Eleganz mit Präzision und Leidenschaft und bringen stets die Essenz jeder Zutat zur Geltung. Heute ist Albrici nicht nur ein berühmter Koch, sondern auch ein stolzer Botschafter des kulinarischen Reichtums des Tessins.

«Chef's Recipe»:
Safran-Risotto

 

Ein gutes Safranrisotto lebt von viel Butter und einer wunderbar cremigen Konsistenz – so, wie ich es von meiner Nonna kenne. Auch pur ein Genuss, lässt es sich hervorragend begleiten, etwa mit Ossobuco oder Brasato, klassisch und herzhaft, oder mit feinen Streifen von Prosciutto Crudo
 

 

Zutaten

600 g Carnaroli Reis, 20 g Saatöl, 50 g klein gehackte Schalotten, 200 g Butter, 1,5 dl Weisswein, 80 g geriebener Sbrinz, 2,2 l Gemüsebouillon, 0,3 g Safran

 

Zubereitung

1. Das Saatöl in einem Topf bei niedriger Hitze sanft erwärmen.
2. Die Butter dazugeben und langsam schmelzen lassen.
3. Die fein gehackte Schalotte beigeben und glasig dünsten.
4. Den Reis unterrühren und kurz anschwitzen, sodass jedes Korn von der Butter umhüllt ist.
5. Mit dem Weisswein ablöschen und unter ständigem Rühren einkochen lassen.
6. Den Safran hinzufügen und gut vermischen.
7. Die warme Bouillon nach und nach schöpflöffelweise beigeben, dabei kontinuierlich rühren und jeweils erst neue Flüssigkeit hinzufügen, wenn die vorherige aufgenommen ist.
8. Nach rund 15 Minuten, wenn der Risotto beinahe gar und noch leicht al dente ist (je nach Vorliebe), die restliche Butter unterrühren, um eine cremige Konsistenz zu erzielen.
9. Vom Herd ziehen und den Risotto eine Minute ruhen lassen.
10. Den Sbrinz unterheben, vorsichtig umrühren und die Konsistenz bei Bedarf anpassen.
11. Sofort servieren – cremig, geschmeidig und leicht fliessend.

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SWISS Taste of Switzerland SWISS Senses Special mit dem Badrutt’s Palace Hotel

Badrutt’s Palace, St. Moritz, Graubünden
Seit fast 130 Jahren prägt das Fünf-Sterne-Hotel Badrutt’s Palace das Bild von St. Moritz im Engadiner Alpental. Das ikonische Gebäude ist so eng mit dem Ort verbunden, dass man sogar sagt: «St. Moritz ist Badrutt’s Palace – und Badrutt’s Palace ist St. Moritz.»

Ob Sommer oder Winter: Vor der herrlichen Kulisse der Engadiner Alpen können sich die Gäste des Badrutt’s Palace auf ein vielfältiges Angebot freuen. Hervorragende Skipisten und luxuriöse Wellnessanlagen – hier vereinen sich Wohlbefinden und körperliche Aktivitäten auf höchstem Niveau.

Das kulinarische Angebot des Hauses vereint lebendige Tradition und raffinierte Exzellenz mit sorgfältig ausgewählten regionalen Spezialitäten und Gerichten aus der ganzen Welt. Kein Wunder also, dass das Badrutt’s Palace als erstes Schweizer Hotel auf dieser Liste zu den 50 besten Hotels der Welt gehört.

«Chef's Recipe»:
Jatinder Kumars Butter-Hähnchen

 

Zutaten

500 g Hühnerschenkel, 140 g Joghurt, 16 g Grünes Kardamompulver, 30 g Deggi Mirch Pulver (rotes Chilipulver), 1 Prise Salz, 16 g Kasuri Methi (Bockshornklee), 20 g Garam Masala, 32 g Knoblauch, 32 g Ingwerpaste , 160 g Cashews, 600 g frische Tomaten, 100 g Maiskeimöl, 140 g Butter, 4 L Wasser, 100 g Rahm, 60 g Zucker

 

Zubereitung

1. Die Hähnchenschenkel mit Joghurt, der Hälfte der Ingwer- und Knoblauchpaste, der Hälfte des Deggi Mirch, Salz und Garam Masala marinieren. Abgedeckt 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Anschliessend auf einem Backblech verteilen und im auf 260 °C vorgeheizten Ofen rund 10 Minuten rösten, bis das Fleisch leicht gebräunt ist.

2. Die Tomaten waschen und grob schneiden. Mit den Cashewkernen sowie der restlichen Ingwer- und Knoblauchpaste in einem Topf etwa 20 Minuten weich köcheln lassen. Fein pürieren, durch ein Sieb passieren und zurück in den Topf geben. Wasser, Butter, Kardamompulver, Zucker und Rahm hinzufügen, aufkochen und bei milder Hitze zu einer cremigen Sauce einkochen.

3. In einem separaten Topf das Maisöl erhitzen, das restliche Deggi Mirch Pulver kurz darin anrösten und zur Sauce geben.

4. Die Hähnchenschenkel und Kasuri Methi unter die Sauce mischen und alles sanft erhitzen, bis das Fleisch gut durchwärmt ist.

5. Heiss mit duftendem Basmatireis servieren.

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SWISS Taste of Switzerland SWISS Senses Special mit Olivier Jean

Olivier Jean, L’Atelier Robuchon, Genf
Nachdem er in elf Ländern gearbeitet hatte, liess sich Olivier Jean in der Westschweiz nieder. Er wurde bei Alain Ducasse im Louis XV in Monte Carlo ausgebildet und arbeitete anschliessend mehr als zehn Jahre lang für die Joël Robuchon-Gruppe. Mit 27 Jahren wurde er der jüngste Chefkoch in der Geschichte der Gruppe.

Heute ist er für das gastronomische Angebot des The Woodward, Auberge Resorts Collection, verantwortlich, in dem sich das L'Atelier Robuchon befindet. Es ist das einzige Restaurant in Genf mit zwei Michelin-Sternen. Das Hotel, das ausschliesslich aus Suiten besteht, wurde ebenfalls mit drei Michelin-Keys ausgezeichnet. Für Olivier Jean ist das Kochen ein Marathon, der Disziplin und Leidenschaft erfordert.

Inspiriert von saisonalen Produkten und der alpinen Landschaft, möchte seine Küche sowohl den Gaumen erfreuen als auch Emotionen wecken. In der eleganten Umgebung des The Woodward Auberge mit Blick auf den Genfer See und den Mont Blanc kreiert er raffinierte, von Präzision geprägte Erlebnisse.

«Chef's Recipe»:
Saiblingsfilet mit Zitronengrassauce und Sushi-Reis

 

Zutaten

Saiblingsfilet: 400g Saibling, 0,5 St. Butternuss-Kürbis, 100 g Kichererbsen

Zitronengrascrème: 150 g Zitronengrasknollen, 30 g gehackte Schalotten, 70 g trockener Weisswein, 200 g flüssige Sahne, 30 g frische Butter, 50 g gelbe Zitrone, 1 St. Kaffir-Limonenblatt

Gemüse-Garnitur: 50 g Zitronengrasöl

Sushi-Reis-Garnitur: 450 g Sushi-Reis, 600 g Wasser, 90 g Reisessig, Prise Salz und Zucker, schwarzer Sesam, 50 g Korianderblätter, 500 g Spinat

 

Zubereitung

1. Saiblingsfilet in Zitronengrasöl garen. Den Butternuss-Kürbis in Alufolie wickeln und im Ofen bei 150 °C rund 45 Minuten weich garen. Anschliessend in Würfel schneiden. Zuckerschoten kurz blanchieren.

2. Für die Zitronengrascrème die Schalotten in frischer Butter etwa 3 Minuten anschwitzen. Die fein geschnittenen Zitronengrasstängel hinzufügen und alles rund 15 Minuten weiterdünsten.

3. Mit Weisswein ablöschen und auf die Hälfte einkochen lassen. Anschliessend die flüssige Sahne zugeben und 15 Minuten leicht köcheln lassen.

4. Die Kaffirlimettenblätter hinzufügen und 15 Minuten ziehen lassen. Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und kurz vor dem Servieren mit frischer Butter und Zitronensaft verfeinern.

5. Für den Sushi-Reis den Reis dreimal waschen. Anschliessend Wasser und Reis ohne Gewürze in einen grossen Topf (Ø 28,5 cm) geben.

6. Reis für 2 Minuten bei geschlossenem Deckel leicht köcheln lassen, dann 10 Minuten bei geschlossenem Deckel bei 200 °C weitergaren. Vom Herd nehmen, mit Folie abdecken und weitere 10 Minuten ruhen lassen. Auf ein grosses Backblech geben, mit einer Gabel auflockern und mit etwas Reisessig beträufeln.

7. Reis in runde Sushiformen drücken, mit Folie abdecken, über Dampf erwärmen und anschliessend schräg halbieren. In schwarzem Sesam wälzen.

8. Spinatsprossen und Korianderblätter 6 Minuten blanchieren, danach mixen, abschmecken und mit den übrigen Komponenten servieren.

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SWISS Taste of Switzerland SWISS Senses Special mit Tanja Grandits

Tanja Grandits, Restaurant Stucki, Basel
Wenn die Äpfel auf den Wiesen in der Schwäbischen Alb reif waren, stand Tanja Grandits mit ihrer Grossmutter am Herd. Es gab Pfannkuchen mit Apfelmus – ein bodenständiges Gericht, das ihr ein Wohlgefühl verlieh. Diese frühen Momente in der Küche haben sie geprägt.

Nach einem kurzen Abstecher in die Chemie merkte sie, dass ihr Herz für die Küche schlägt, und sie entschied sich mit 23 Jahren für die Kochlehre. Ein weiser Entscheid, denn heute ist sie ausgezeichnet als «beste Köchin der Schweiz» und führt seit 17 Jahren das Restaurant Stucki in Basel – ihr liebster Ort auf der ganzen Welt.

Ihre Inspiration findet sie nicht etwa in der Kunst oder auf Reisen, sondern im Alltag – in guten Produkten, ihrem Team, ihren Gästen. Grandits kocht mit Hingabe, aber ohne grosse Inszenierung. Jedes Gericht kommt farblich monochrom daher, damit sich die Gäste vollkommen auf die Aromen konzentrieren können.

«Chef's Recipe»:
Apfel-Ingwer-Kuchen


Zuhause bei Tanja Grandits kommt kein Kuchen so oft auf den Tisch wie Apfelkuchen – am liebsten mit viel Frucht, wenig Teig und einem Hauch Ingwer für eine feine, wärmende Note. Oft wird der Kuchen noch warm serviert – und verschwindet fast genauso schnell, wie er gebacken wurde.

 

Zutaten

Streusel: 40 g gemahlene Mandeln, 40 g Kokosraspeln, 3 EL brauner Zucker, 40 g kalter, gewürfelter Butter

Kuchen: 1 unbehandelte Zitrone, 900 g säuerliche Apfel, 100 g weiche Butter, 150 g brauner Zucker, 1 Vanilleschote mit ausgekratztem Mark, 2 EL frisch geriebener Ingwer, ½ TL gemahlener Zimt, 3 Eier, 200 g Mehl, 1 TL Backpulver

 

Zubereitung

1. Für die Streusel alle Zutaten mit den Händen verreiben, ohne dass die Masse warm wird. In den Kühlschrank stellen.

2. Für den Kuchen die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

3. Die Äpfel schälen, entkernen, in 1,5 × 1,5 cm grosse Würfel schneiden und mit dem Zitronensaft marinieren.

4. Die weiche Butter mit Zucker, Vanillemark, Ingwer, Zimt und der Zitronenschale schaumig rühren. Die Eier nach und nach beigeben und alles zu einer glatten Masse rühren.

5. Das Mehl und das Backpulver vermischen und unter die Masse heben.

6. Apfelwürfel mit einem Teigspatel unterheben.

7. Springform (28–30 cm) mit Backpapier auskleiden und den Teig hineingeben. Die Streusel darauf verteilen und den Kuchen im auf 175 °C vorgeheizten Ofen 40–45 Minuten backen.

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Text: Julián García, Jeannine Kanwischer, Dario Mastrogiovanni, Sara Thenen, Jenny Messikommer

Bilder: Tobias Kubli, McQueen Films

Publiziert am: 3. November 2025

Aktualisiert am: 19. Januar 2026